Photovoltaik-Handelsstreit: GCL-SI will sich aus Undertaking zurückziehen

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GCL System Integration Technology (GCL-SI) hat am Montag seinen Rückzug aus dem Undertaking angekündigt. „Wir haben den europäischen Solarmarkt sorgfältig überprüft und festgestellt, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise für Solarmodule in allen wichtigen EU-Märkten zurückgehen und als Ergebnis, der derzeitige Mindestimportpreis nicht mehr das tatsächliche Marktpreis-Umfeld wiederspiegelt“, erklärte Shu Hua, Präsident von GCL-SI. Mehr noch hindere der Mindestimportpreis wettbewerbsfähige chinesische Hersteller, mehr saubere Energie-Produkte nach Europa zu liefern und damit in Europa Jobs zu schaffen. Daher habe GCL-SI seinen Rückzug aus dem Undertaking beschlossen.

Dieses war im Dezember 2013 als Alternative zu Anti-Dumping- und Anti-Subventionszöllen zwischen der EU-Kommission und den chinesischen Photovoltaik-Herstellern in Kraft gesetzt worden. Die Importzölle, die GCL-SI nun für seine in China gefertigten kristallinen Photovoltaik-Produkte bei der Einfuhr in die EU zahlen muss, liegen dem Hersteller zufolge bei 41,3 Prozent beim Anti-Dumping- und 6,4 Prozent beim Anti-Subventionszoll. Brüssel hat im vergangenen Dezember eine Auslaufprüfung des Undertakings begonnen. Die EU-Kommission muss nun bis Frühjahr 2017 entscheiden, ob die Mindestpreisvereinbarung weiterlaufen soll oder nicht.

In den zurückliegenden Monaten sind verschiedene chinesische Photovoltaik-Hersteller wegen Verstößen von der EU-Kommission aus dem Undertaking ausgeschlossen worden. Andere – vornehmlich die großen Produzenten wie Trina Solar, Jinko Solar, JA Solar und Wuxi Suntech – beantragten mittlerweile den freiwilligen Rückzug aus der Vereinbarung und wollen den europäischen Photovoltaik-Markt in erster Linie mit Produkten aus ihrer Werken außerhalb Chinas beliefern. (Sandra Enkhardt)

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