Förderung für kleine Photovoltaik-Anlagen in Österreich zur Hälfte abgerufen

Das Budget zur Förderung von Photovoltaik-Dachanlagen bis fünf Kilowatt Leistung aus dem österreichischen Klima- und Energiefonds ist nach Angaben des Bundesverbands Photovoltaic Austria (PVA) zur Hälfte ausgeschöpft. Insgesamt stehen für den Investitionszuschuss in diesem Jahr 8,5 Millionen Euro zur Verfügung. Im April hatte der Verband den Abruf der ersten Fördermillion verkündet. „Wir erwarten, dass die Förderung für Kleinanlagen bis 5 Kilowattpeak deutlich vor Ende des Förderzeitraums am 14. Dezember 2016 ausgeschöpft sein wird und empfehlen daher, zeitgerecht die Förderung (1.375 Euro) zu beantragen“, erklärte PVA-Präsident Hans Kronberger.

Der Verband stelle derzeit ein verstärktes Interesse am Photovoltaik-Eigenverbrauch fest. “Mit einem erhöhten Anteil an Eigennutzung des Sonnenstroms lassen sich die Amortisationszeiten für PV-Anlagen deutlich verkürzen“, so Kronberger weiter. Auch die Nutzung von Photovoltaik-Anlagen in Kombination mit Wärmepumpen oder Infrarot-Anlagen sowie zur Warmwasseraufbereitung werde immer gefragter. Daneben seien Elektromobilität und Stromspeicherung massiv auf dem Vormarsch, so der Verband.

PVA konnte im vergangenen Jahr die Einführung einer Besteuerung des Photovoltaik-Eigenverbrauchs verhindern. Dies sei ein wichtiger Schritt gewesen für die jetzige Entwicklung. In Österreich gibt es eine jährliche Freigrenze für Eigenverbrauch von 25.000 Kilowattstunden. (Sandra Enkhardt)