Zuschlagswert sinkt in 5. PV-Ausschreibungsrunde auf 7,23 Cent pro Kilowattstunde

In der fünften Pilotausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen hat die Bundesnetzagentur 25 Gebot mit einem Gesamtvolumen von 130 Megawatt bezuschlagt. Das Preisniveau ist dabei weiter zurückgegangen, wie die Bonner Behörde am Freitag mitteilte. Der durchschnittliche Zuschlagswert habe bei 7,23 Cent pro Kilowattstunde gelegen. In der Ausschreibungsrunde im April betrug er noch 7,41 Cent pro Kilowattstunde, wobei damals auch zehn Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf benachteiligten Ackerflächen einen Zuschlag erhielten. „Das Preisniveau in der fünften Ausschreibungsrunde ist trotz einer geringeren Anzahl an Geboten erneut leicht gesunken“, erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Aus seiner Sicht belege die weitere Preissenkung den funktionierenden Wettbewerb bei den Photovoltaik-Freiflächenanlagen.

Bei der Photovoltaik-Ausschreibung im August wandte die Bundesnetzagentur erneut das pay-as-bid-Verfahren an. Dies bedeutet, dass für den Solarstrom aus den bezuschlagten Photovoltaik-Projekten der gebotene Preis bezahlt wird. Der höchste Gebotswert, der noch einen Zuschlag erhalten habe, habe bei unter 8,0 Cent pro Kilowattstunde gelegen, teilte die Behörde weiter mit. Angaben zum niedrigsten erfolgreichen Gebotswert machte sie zunächst nicht. Die Zuschläge seien an zwei Aktiengesellschaften, sechs GmbHs und 17 GmbH & Co.KGs gegangen, hieß es zur Verteilung.

Auch für fünfte Pilotausschreibungsrunde mit einem Volumen von 125 Megawatt war wieder deutlich überzeichnet. Es seien 62 Gebote für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 311 Megawatt bei der Bundesnetzagentur eingegangen. Neun Gebote seien wegen Fehlern ausgeschlossen worden. Bis zum 24. August haben die erfolgreichen Bieter nun Zeit, die Zweitsicherheit für ihre Photovoltaik-Projekte zu hinterlegen. Erst danach wird die Bundesnetzagentur die endgültigen Ergebnisse veröffentlichen. (Sandra Enkhardt)