Phoenix Solar hält an Jahresprognose fest

Die Phoenix Solar AG hat in den ersten sechs Monaten seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34,1 Prozent auf 53,3 Millionen Euro steigern können. Wesentlich dazu beigetragen hätten die guten Geschäfte der Tochtergesellschaft in den USA sowie ein Wachstum der Nachfrage im Nahen Osten, teilte das Photovoltaik-Unternehmen aus Sulzemoos am Donnerstag mit. Der Umsatz liege im Rahmen der Erwartungen und sei zu 97,8 Prozent durch das Segment Kraftwerke generiert worden. Angesichts des wieder besser laufenden Geschäfts habe Phoenix Solar auch wieder begonnen, Mitarbeiter einzustellen. Allerdings seien operative Prozesse verbessert worden, so dass der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um 0,9 auf 3,8 Millionen Euro zurückgegangen sei.

Die Rohertragsmarge von Phoenix Solar habe im ersten Halbjahr 2016 bei 8,3 Prozent gelegen. Das EBIT-Ergebnis habe sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 47,3 Prozent verbessert. Mit -2,4 Millionen Euro schreibt das Photovoltaik-Unternehmen allerdings noch Verluste. Für das Gesamtjahr sehe sich Phoenix Solar aber auf einem guten Weg, die angestrebte Rückkehr in die Gewinnzone zu schaffen. Der Vorstand halte daher auch unverändert an seiner Jahresprognose fest. Es werde von einem Umsatz zwischen 180 und 210 Millionen Euro sowie einem positiven EBIT-Ergebnis zwischen zwei und gut vier Millionen Euro ausgegangen. "Im zweiten Quartal hat sich unsere Ertragslage laufend verbessert. Wir arbeiten daran, unser Wachstumstempo im laufenden und den kommenden Quartalen weiter zu steigern“, sagte Tim Ryan, Vorstandsvorsitzender von Phoenix Solar.

Ende Juli konnte Phoenix Solar zudem einen bereits im April geschlossenen Vertrag mit der dänischen Investmentfirma Obton in Kraft setzen. Es geht dabei um den Verkauf eines Photovoltaik-Kraftwerks in Frankreich, der nun vollzogen sei, teilte das Unternehmen bereits am Mittwoch mit. Es handele sich um eine Photovoltaik-Dachanlage auf landwirtschaftlichen Gebäuden mit zwei Megawatt Leistung in der Auvergne. Details zu dem Vertrag wollten beide Seiten nicht veröffentlichten. Phoenix Solar erklärte allerdings, dass der Erlös überwiegend zur Schuldentilgung genutzt werden soll. (Sandra Enkhardt)