Erneuerbaren-Geschäft von Baywa legt im ersten Halbjahr kräftig zu

Die Baywa AG hat im ersten Halbjahr 2016 ein deutlich verbessertes Ergebnis erzielen können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei um 18,4 Prozent auf 55,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert worden, teilte der Münchner Konzern bereits in der Vorwoche mit. Der Umsatz habe um 0,5 Prozent höher gelegen und im ersten Halbjahr bei 7,456 Milliarden Euro gelegen. Gut 5,44 Milliarden Euro davon erzielte Baywa nach den veröffentlichten Zahlen im Bereich Agrar.

Das Segment Energie habe 1,274 Milliarden Euro zum Umsatz beigetragen. Dies sei gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 5,6 Prozent, was allerdings auf den klassischen Energiebereich zurückzuführen ist. Bei erneuerbaren Energien konnte Baywa den Umsatz um 23,1 Prozent auf 316,1 Millionen Euro steigern, wie aus den Zahlen hervorgeht. Das EBIT lag bei den Regenerativen mit 15,7 Millionen Euro im Plus. Im 1. Halbjahr 2015 hatte Baywa noch einen EBIT-Verlust von 3,9 Millionen Euro vermelden müssen.

Baywa hat sein Geschäft mit erneuerbaren Energien in der Baywa re gebündelt. Das deutlich verbesserte Ergebnis gegenüber dem Vorjahr sei etwa auf den Verkauf von Wind- und Solarparks in Großbritannien und Deutschland zurückzuführen. Gerade erst habe Baywa re sein bislang größtes Photovoltaik-Kraftwerk mit 45 Megawatt in Großbritannien installiert. Diese Auftragslage lasse auf „eine weitere sehr positive Entwicklung des Projektgeschäfts“ im zweiten Halbjahr schließen, so der Münchner Konzern. Zudem schreite die Expansion in Südostasien voran. Die neue Niederlassung in der thailändischen Hauptstadt Bangkok habe erste Projekte akquirieren können.

Unter anderem wegen der positiven Austragslage im Geschäft mit erneuerbaren Energien gehe Baywa auch für das Gesamtjahr von einer Steigerung des EBIT im Vergleich zu 2015 aus. „Der internationale Obsthandel und allen voran das Geschäft mit erneuerbaren Energien haben die Auswirkungen eines schwierigen Marktumfelds bei Agrar überkompensiert und damit die deutliche Verbesserung des EBIT getragen“, erklärte Klaus Josef Lutz, Vorstandschef von Baywa. Auch in den traditionellen Geschäftsfeldern Klassische Energie und Baustoffe verzeichne Baywa eine „günstige Marktkonjunktur“. Daher werde für das Gesamtjahr ein Ergebnis über dem Niveau von 2015 erwartet. (Sandra Enkhardt)