BSW-Solar: Interesse an Photovoltaik-Speichern immer größer

„Der Markt für Solarstromspeicher wächst und wächst“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Er macht dies vor allem an der wachsenden Größe der Speicherausstellung ees Europe fest, die parallel zur Intersolar Europe in etwa einem Monat in München stattfindet. Mit rund 12.000 Quadratmetern sei sie gut 40 Prozent größer als im Vorjahr und bereits komplett ausgebucht. Mehr als 350 der insgesamt über 1000 Aussteller würden dieses Jahr in München auf der ees und Intersolar Europe innovative Produkte, Services und Lösungen rund um Energiespeichersysteme präsentieren.

Erst in der vergangenen Woche hatte die RWTH Aachen ihren neuestenSpeichermonitoring-Bericht vorgelegt. Demnach sind in Deutschland mehr als 35.000 Photovoltaik-Hausspeicher installiert. Dabei haben Lithium-Ionen-Speicher die Bleikonkurrenz im vergangenen Jahr weitgehend aus dem Markt gedrängt. Dies ist vor allem auf den starken Preisverfall für die Lithium-Lösungen zurückzuführen. Bei der RWTH Aachen geht man davon aus, dass Photovoltaik-Speichersysteme bereits in ein bis zwei Jahren wirtschaftlich werden könnten.

Mit den sinkenden Kosten steigt auch Interesse von Investoren. Bislang ist die größte Motivation für einen Speicherkauf noch der Wunsch, einen eigenen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten zu wollen und sich gegen steigende Strompreise langfristig abzusichern. Auf der Intersolar werden nun nach Angaben des BSW-Solar neben aktuellen Entwicklungen bei innovativen Batterietechnologien auch neue Geschäftsmodelle im Zusammenhang mit vernetzten Speichern vorgestellt werden. (Sandra Enkhardt)