Deutsche Solarbranche soll vom weltweiten Photovoltaik-Boom profitieren

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Matthias Machnig, hat sich mit Vertretern führender Photovoltaik-Unternehmen sowie der Bundesverbände, Gewerkschaften und der Arbeitnehmerseite zu einem Workshop getroffen, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) am Donnerstag mit. Der Dialog solle mit einem weiteren Treffen in diesem Jahr fortgesetzt werden. Ziel sei es, die deutsche Solarbranche dahingehend zu stärken, dass sie von der weltweit stark wachsenden Photovoltaik-Nachfrage profitieren könne.

„Für Deutschland als Hochtechnologiestandort ist die Solarindustrie heute und in Zukunft wichtig. Deutschlands Unternehmen bilden die gesamte Wertschöpfungskette bei der Photovoltaik ab – diesen Vorteil gilt es zu bewahren“, erklärte Machnig. Der Erhalt von Produktion in Deutschland entspreche der Industriepolitik des Ministeriums, so der ehemalige SPD-Energieminister des Landes Thüringen. Zudem wolle das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit der Branche, „die Chancen deutscher Solartechnik auf den weltweiten Märkten wieder zu erhöhen“, sagte Machnig. In den vergangenen Jahren hat die deutsche Solarindustrie dem BSW-Solar zufolge wegen „eines harten Verdrängungswettbewerbs Teile ihres Umsatzes an Unternehmen aus Ländern wie China und den USA abgeben müssen“.

Verbandspräsident Joachim Goldbeck begrüßte den wieder intensivierten Dialog zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium und der Photovoltaik-Branche. „Die Solarwirtschaft steht in einem harten internationalen Wettbewerb“, erklärte er. Deutsche Photovoltaik-Unternehmen könnten sich nur mit außerordentlicher Innovationskraft und Systemkompetenz global behaupten. Dafür müssten sie aber der Konkurrenz voraus sein und bleiben. „Dazu sind aber auch verlässliche Investitionsbedingungen auf dem Heimatmarkt und der Zugang zu Kapital für die zumeist mittelständischen Unternehmen notwendig“, sagte Goldbeck weiter. (Sandra Enkhardt)