Niederländischer Zoll prüft mögliche Umgehung der Photovoltaik-Mindestpreise

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Die holländischen Zollbehörden gehen nun einem Verdacht nach, nachdem ein Importeur in Friesland Solarmodule aus China über die Umwege über Malaysia und Taiwan nach Europa eingeführt haben soll. Die Solarmodule sollen in den Häfen in Taiwan und Malaysia neu gelabelt und ausgezeichnet worden sein. Nun soll die Ware nach pv magazine-Informationen im Hafen von Rotterdam zur weiteren Prüfung liegen. Die Zollbehörden hätten Unterlagen beschlagnahmt, heißt es auf der offiziellen Webseite. Es sei nun möglich, dass für die Solarmodule ein Einfuhrzoll von 65 Prozent hätte gezahlt werden müssen. Die Gesamtsumme für den vorliegenden Fall beziffern die Zollbehörden mit 1,2 Millionen Euro. Bei REC Solar vermutet man seit längerem diese Art von Verstößen gegen das in der EU geltende Undertaking. „Es ist schon unglaubwürdig, dass plötzlich soviele Module aus Taiwan nach Europa kommen. Gerade wenn man sich die dort vorhandenen Kapazitäten anschaut“, sagt Luc Graré, Senior Vice President von REC Solar, pv magazine. Das niederländische „Solar Magazine“ berichtet sogar darüber, dass Solarmodule von 22 verschiedenen Photovoltaik-Herstellern an mehreren europäischen Häfen für weitere Untersuchungen wegen möglicher Verstoße derzeit festgesetzt seien.

Mindestpreis wird zum 1. April wohl steigen

Zum 1. April steht die nächste Überprüfung des Mindestimportpreises für chinesische Solarmodule in die EU an. Nach pv magazine-Informationen zeichnet sich eine Erhöhung ab. Dies steht aber noch nicht endgültig fest. Die Überprüfung des Mindestpreises erfolgt anhand der Preisentwicklung des Bloomberg New Energy Finance-Modulpreisindex. Vor allem der schwache Euro könnte nun zu einer Erhöhung des Mindestpreises für chinesische Photovoltaik-Importe nach Europa führen. (Sandra Enkhardt)

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