Gefördertes Pilotprojekt für 100 Prozent Eigenverbrauch von Solarstrom

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Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums für ihre energieautarke Produktions- und Lagerhalle. Ziel des innovativen Konzepts sei es, den Bedarf an externer Energie zu minimieren, heißt es aus dem Ministerium. Dabei solle der auf dem Dach der Halle erzeugte Solarstrom zu 100 Prozent selbst verbraucht werden. Damit könnten jährlich zum einen der Zukauf von 770.000 Kilowattstunden Energie eingespart werden. Neben dem Eigenverbrauch setze die Müller Produktions GmbH auch auf die dezentrale Energiespeicherung. Damit sollen die Schwankungen bei der Stromeinspeisung aus der Photovoltaik-Anlage ausgeglichen werden, wie es weiter hieß.

Die Photovoltaik-Anlage befindet sich auf der 2800 Quadratmeter großen Dachfläche. Nach Angaben der Firma soll der Solarstrom nicht nur ganzjährig die Heizung und Kühlung der Halle übernehmen, sondern auch noch Strom für den Betrieb der Produktionsmaschinen liefern. Die Umwandlung des Solarstroms erfolge über eine Wärmepumpe, teilte das Unternehmen mit. „Mit diesem Projekt revolutionieren wir den Objekt- und Gewerbebau, denn wir bieten Unternehmen je nach Nutzungsart ein Einsparpotenzial von bis zu 100 Prozent bei den Energiekosten, das gab es bisher noch nie“, sagt Andreas Müller, Geschäftsführer der Alois Müller GmbH. Das Investitionsvolumen in den energieautarken Hallenbau betrage insgesamt 2,5 Millionen Euro.

Die Müller Produktions GmbH will in ihrer energieautarken Produktions- und Lagerhalle noch weitere Vorhaben umsetzen. Eine Luftzerlegungsanlage soll dem Ministerium zufolge die in der Umgebungsluft enthaltenen Schneidgase mit Hilfe von überschüssiger Energie für die Produktion verfügbar machen. Geplant sei auch eine Vollentsalzungsanlage. Im Falle eines Überangebots werde die Energie dazu verwendet, Wasser zu entsalzen, um es anschließend für weitere Produktionsprozesse zu nutzen. Darüber hinaus solle auch die bisher ungenutzte Abwärme zurückzugewonnen werden. Alle Maschinen und Anlagen der Firma würden über verschiedene miteinander kommunizierende Software-Komponenten vernetzt. (Sandra Enkhardt)

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