Eine internationale Arbeitsgruppe entwickelte ein nanostrukturiertes, durchsichtiges Material für die Vorderseiten von Solarzellen. Mit ihrem TPC-Solarzellen-Prototypen erreichten die Jülicher Forscher einen vom ISFH bestätigten Wirkungsgrad von 23,99 Prozent.
Der Schlüssel für den Erfolg war nach Angaben der Freiburger Forscher die Ausbildung der Rückseite als vollflächiger ladungsträgersammelnder Passivierungskontakt. Grundlage für die Rekordzelle ist die vom Fraunhofer ISE entwickelte Topcon-Technologie.
Die Zugabe von zweidimensionalen Titankarbiden verbessert die elektrische Leitfähigkeit in der Solarzelle, haben die Wissenschaftler herausgefunden. Im Labor erreichten sie einen Wirkungsgrad von 19 Prozent.
Die Mittel stammen zum einen aus einer Umweltschutzbeihilfe des Bundeslandes Sachsen-Anhalt und der Bundesrepublik. Zudem gibt es einen Zuschuss von 7,5 Millionen Euro als öffentliche Finanzierungshilfe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur für den Aufbau der Produktion in Thalheim.
Die Highline Technology GmbH soll ein neu entwickeltes Verfahren kommerzialisieren, bei dem die Metallkontakte auf der Vorderseite der Solarzellen kontaktlos aufgebracht werden. Dies schont Ressourcen und erhöht den Wirkungsgrad, wie es von den Freiburger Forschern heißt.
Der Hersteller will seine jährliche Produktionskapazität für Solarzellen bis Ende 2021 auf insgesamt 26 Gigawatt ausbauen. Die Zellen aus der neuen Fertigung sollen in den angekündigten 600-Watt-Modulen des Unternehmens eingesetzt werden.
Das neue 60-Zellen-Modul soll in Leistungsklassen von 325, 330 und 333 Watt anbieten. Durch die vollquadratischen Solarzellen wird das Modul insgesamt größer.
Das Projekt „Kerasolar“ wird mit 4,5 Millionen Euro von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert. Für das bisher einzigartige Materialkonzept werden keramische Funktionsmaterialien mit verschiedenen Solarzellenkonzepten verbunden.
Zwei Materialwissenschaftler des australischen Deakin-Instituts haben einen Weg gefunden, Silizium aus ausgedienten Photovoltaik-Modulen zu extrahieren und für Batterien in Nanosilizium umzuwandeln. Dieser Prozess sei ein wichtiger Schlüssel für das Photovoltaik-Recycling.
ETH-Forscher widersprechen dem Plan, wie Peter Altmaier in Europa eine Batteriezellenfertigung aufbauen will. Es sei zwar möglich, die Produktion nach Europa zu holen, sagen Tobias Schmidt, Professor für Energiepolitik an der ETH Zürich, und sein Mitarbeiter Martin Beuse. Doch das geht anders, als sich die EU-Kommission und die Bundesregierung das vorstellen. Die beiden Wissenschaftler schließen das aus der Analyse der Innovationsmuster. Diese sind bei Batteriezellen anders als bei Solarzellen und -modulen.