Interview: Die Solarindustrie in Deutschland steht massiv unter Druck. Resilienzboni werden von vielen Photovoltaik-Herstellern als kurzfristig wirkende Maßnahmen gesehen, um die Unternehmen im Wettbewerb zu stützen und gleichzeitig Transparenz für die Endkunden zu schaffen, wie Eric Quiring, Global Public Affairs Manager bei SMA, erklärt. Den Druck, unter dem Installationsunternehmen stehen, kann er durchaus nachvollziehen, nicht aber ihre Vorbehalte gegen die Resilienzboni.
Das Niestetaler Photovoltaik-Unternehmen hatte den Systemintegrator für Ladeinfrastruktur 2019 mitgegründet. Jetzt gehört Elexon zu Varo Energy.
Voraussichtlich 2025 soll das neue Werk mit einer Jahreskapazität von 3,5 Gigawatt für Photovoltaik-Wechselrichter in Übersee in Betrieb gehen. Aktuell befindet sich SMA noch in Gesprächen mit mehreren Bundesstaaten und potenziellen Partnern, um den strategisch besten Standort auszuwählen.
Das Photovoltaik-Unternehmen hat seine Anteile komplett an Varo Energy verkauft. Seit 2019 hat Elexon an mehr als 900 Standorten insgesamt 24.000 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge installiert.
Der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern und Batteriespeichern hat seinem Umsatz nach neun Monaten gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Auch die Aussichten sind gut: SMA beziffert seinen Auftragsbestand mit zwei Milliarden Euro.
Das Unternehmen investiert dafür am Stammsitz bei Kassel insgesamt zwölf Millionen Euro. Rund 50 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. SMA will in der neuen Fertigung Leiterplatten für Solar- und Batterie-Wechselrichter herstellen.
Wie Haushalte in Mehrparteienhäusern einen gemeinsamen Batteriespeicher möglichst effizient nutzen und Speicherkapazitäten untereinander handeln können, soll das Forschungsprojekt „Melani“ in einem Quartier in Bielefeld zeigen. An dem Projekt sind unter anderem Naturstrom und SMA beteiligt.
Der Umsatz- und Ergebnissprung ist Zuwächsen in allen drei Segmenten des Unternehmens – also von privaten über gewerblichen Dachanlagen hin zu Photovoltaik-Kraftwerken – zu verdanken. Zudem war das EBIT in allen Bereichen positiv, weshalb SMA früher als geplant wieder einen Gewinn erzielen konnte.
Stromrichter von Photovoltaik- und Windenergie-Anlagen sowie Speichern müssen künftig für Trägheit in den Verteilnetzen sorgen. Die Forschungspartner untersuchen, wie sie dieser Verantwortung für die Versorgungssicherheit am besten gerecht werden können.
Der Aufsichtsrat hat das Mandat des bisherigen Vorstandssprechers bis Ende Juni 2028 verlängert. Seit 2018 ist der 55-jährige Ingenieur in dieser Funktion und hat das Photovoltaik-Unternehmen durch schwierige Zeiten manövriert.