SMA schafft Rückkehr in die Gewinnzone

Batteriewechselrichter, SMA

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Das erste Halbjahr 2023 ist für die SMA Solar Technology AG gut gelaufen, wie die nun vorgelegten Halbjahreszahlen belegen. Dabei habe das Unternehmen im zweiten Quartal seinen Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen können. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 von 471,8 auf 778,9 Millionen Euro. Damit erreichte SMA die obere Bandbreite seiner Erwartungen. Alle drei Segmente des Unternehmens – Home Solutions, Commercial & Industrial Solutions sowie Large Scale – bei, wie das Photovoltaik-Unternehmen am Donnerstag veröffentlichte.

Bei den privaten Lösungen habe sich der Umsatz auf 327 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Bei den gewerblichen und industriellen Produkten verzeichnete SMA eine Erhöhung um 64 Prozent auf 194,2 Millionen Euro und auch die Kraftwerkssparte legte um 18 Prozent auf 257,4 Millionen Euro beim Umsatz zu. Zugleich konnte das Unternehmen sein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) signifikant im Jahresvergleich von 15,9 auf 125,3 Millionen Euro steigern. Als Gründe dafür nannte SMA die positive Entwicklung beim Umsatz infolge der verbesserten Materialversorgung auf Zuliefererseite und die damit verbundene Fixkostendegression in der Produktion sowie den weiterhin margenstarker Produktmix.

Zudem schaffte es SMA zurück in die Gewinnzone und drehte das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -2,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2022 auf nun 106,1 Millionen Euro. Alle Segmente seien im Plus gewesen und hätten ihre Profitabilität deutlich steigern können. Bei den Kleinanlagen stieg demnach das EBIT von 17,0 auf 93,4 Millionen Euro, bei Gewerbe- und Industrieanlagen von -11,1 auf 6,7 Millionen Euro und bei Großanlagen von -6,3 auf 8,8 Millionen Euro. SMA sei „somit früher als geplant in die Gewinnzone zurückgekehrt“, sagte Finanzvorständin Barbara Gregor. Das Konzernergebnis erhöhte sich im Vergleichszeitraum von -10,6 auf 103,5 Millionen Euro.

„Die sehr gute Gesamtentwicklung im ersten Halbjahr zeigt, dass wir mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell als System- und Lösungsanbieter, der drei Segmente bedient, optimal positioniert sind“, erklärte SMA-Vorstandschef Jürgen Reinert. „Wir wollen weiter profitabel wachsen.“ Dafür entstehe derzeit die neue Gigawatt-Fertigung, um ab 2025 zusätzlich 20 Gigawatt an Produktionskapazitäten zu haben. Dazu würden mehr als 200 Arbeitsplätze geschaffen. “In der gesamten Wertschöpfungskette entstehen sogar dreimal so viele Arbeitsplätze“, so Reinert.

Der Vorstand bestätigte auch seine im Juni nochmals nach oben angepassten Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Gesamtjahr. Der Auftragsbestand der SMA Gruppe sei mit 2453,7 Millionen Euro sehr hoch. Mehr als zwei Milliarden Euro davon entfielen auf das Produktgeschäft. Für das laufende Jahr geht der SMA-Vorstand aktuell von einem Umsatz zwischen 1,7 und 1,85 Milliarden Euro und einem EBITDA zwischen 230 und 270 Millionen Euro.

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