Die Bundesregierung muss Oster- und Sommerpaket zur Dekarbonisierung des Stromsektors deutlich nachschärfen, so Agora Energiewende. Die Klimaziele und die Sektorenkoppelung verlangen, bis 2035 drei Mal mehr erneuerbaren Strom zu erzeugen als heute.
Der Monitoringbericht der obersten Netzbehörde in Deutschland zeigt, was die Energiewende im Jahr 2020 geleistet hat. Kohle- und Kernkraftwerksabschaltungen führten dazu, dass die größten fünf Versorger immer weniger Marktanteile auf sich konzentrierten. Die Erneuerbaren machten im Jahr 2020 rund 45 Prozent des Marktes aus.
Die Daten dienen der Bundesnetzagentur als Grundlage für die Genehmigung der Netzentgelte. Die nicht anonymisierte Veröffentlichung erlaubt nun eine Überprüfung der Entgelte von Netzbetreibern durch Dritte.
Eine „Milliarden-Abzocke“ sei die Scheibenpacht, steht im Spiegel, der die Modelle mit den Cum-Ex-Fällen vergleicht, in denen Unternehmen sich Steuern haben erstatten lassen, die sie nicht bezahlt haben. Doch während es bei Cum-Ex auf der Hand liegt, dass eine Erstattung nicht höher sein kann als die eigentliche Zahlung, auf die sie sich bezieht, ist die […]
Auswertungen von Check24 und Verivox zeigen, dass sich die Kostenentwicklung regional stark unterscheidet. In Bremen ist der Aufschlag am größten. In Sachsen-Anhalt bleiben die Strom-Netzentgelte dagegen stabil.
Daneben fordern Agora Energiewende, Agora Verkehrswende und Regulatory Assistance Projekt kurzfristige Ausgleichsregelungen bei den geplanten Ausschreibungen für Schnellladesäulen. Andersfalls drohen Regionen mit hohen Netzentgelten abgehängt zu werden.
Nach einer Stichprobe der Bundesnetzagentur zahlen Haushaltskunden rund 0,7 Prozent im Durchschnitt mehr als noch im vergangenen Jahr. Allerdings unterscheiden sich die Entwicklungen zwischen den Regelzonen.
Der am Firmensitz in Hamburg installierte Peak-Shaving-Speicher hat eine Speicherkapazität von einer Megawattstunde. Ingredion hat die Großbatterie von Vattenfall gepachtet.
Ein vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Auftrag gegebenes Gutachten sieht in der Einführung zeitvariabler Netzentgelte viele Vorteile für private Stromkunden. Nur in akuten Notsituationen sollten die Netzbetreiber flexible Verbraucher wie Wärmepumpen zwangsabschalten dürfen.
Der Ökostromversorger Lichtblick nennt höhere Netzentgelte und die steigende EEG-Umlage als Gründe. Das Vermittlungsportal „Check24“ teilt die Einschätzung – und verweist darauf, dass die Versorger die gesunkenen Großhandelspreise nicht an ihre Kunden weitergeben.