Es ist eines der größten Mieterstromprojekte in Norddeutschland, was Einhundert Energie für die Wohnungsbaugesellschaft des Kreises Uelzen umsetzte. Mehr als 1000 Wohneinheiten sollen perspektivisch mit Solarstrom versorgt werden.
Die Abrechnung bei dezentralen Energiesystemen ist oftmals eine Herausforderung. Etwa wenn dynamische Stromtarife, Mieterstrom oder Energy Sharing vorliegen, wenn also zum Beispiel der Strom aus der Photovoltaik-Anlage in der Nachbarschaft verkauft werden soll. Das Start-up Exnaton hat ein umfassendes Abrechnungssystem dafür entwickelt und bietet es Energieversorgungsunternehmen an.
Mehr als 800 Wohnungen können aus der 777 Kilowatt Dachanlage mit Solarstrom versorgt werden. Insgesamt will das Wohnungsunternehmen in diesem Jahr Photovoltaik-Anlagen mit 20 Megawatt installieren.
Das Unternehmen hat eine Online-Plattform zur Planung und Umsetzung von Photovoltaik-Projekten zur Mieterstromversorgung entwickelt. Die Kalkulation der zu erwartenden Rendite ist dabei nur eine von vielen Funktionen.
Von der Balkon-Photovoltaik über Mieterstrom und gemeinschaftliche Gebäudeversorgung bis zur Bürgerenergiegesellschaft: Ein vom Exzellenz-Cluster „Integrierte Energiesysteme“ erstelltes und heute veröffentlichtes Thesenpapier beschreibt die immense Bedeutung, die Erneuerbare-Energien-Anlagen in räumlicher Nähe zu den Verbrauchern für die Energiewende haben.
Das digitale Messkonzept dient zur Abrechnung des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen auf zwei Wohngebäuden. Der Verzicht auf den physischen Summenzähler soll Kosten und Handwerkerkapazitäten einsparen.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) schätzte das Potenzial für Photovoltaik-Mieterstromprojekte ab. Im Vergleich zu einer Studie von 2017 habe sich das Potenzial für dieses Segment verfünffacht. Obwohl das „Solarpaket 1“ Verbesserung bei der Umsetzungsfähigkeit von Projekten geschaffen habe, gebe es immer noch Hemmnisse, die sich regulatorisch auflösen ließen, so das Fazit.
Im Auftrag von sechs Umweltorganisationen untersuchte das Institut verschiedene Geschäftsmodelle für Photovoltaik im Mehrfamilienhaus. Die Auftraggeber fordern von der Bundesregierung, den im Koalitionsvertrag vereinbarten Solarstandard endlich umzusetzen.
pv magazine spotlight: In Berlin setzen Naturstrom und Incept ein Projekt um, bei dem es nicht nur um Solarstrom vom Dach geht, sondern auch um ein lokales Wärmenetz. Zwei weitere Projekte dieser Art sind bereits in Planung.
Die Weiterentwicklung des Systems, das Mieterstrom-Modelle insbesondere mit Photovoltaik-Anlagen ohne den sonst nötigen formalen Aufwand ermöglicht, wartet mit höherer Leistung auf sowie mit Reduzierungen bei Installationszeit, Platzbedarf und Kosten.