Der Speicher ist das erste gemeinsame Projekt der beiden Unternehmen und soll in Immenstadt realisiert werden. Er soll im ersten Quartal 2025 ans Netz gehen und den aktuell vorhandenen Batteriespeicherpool im Allgäuer Netzgebiet verdoppeln.
Nach seiner Fertigstellung wird das Vier-Stunden-Speicherprojekt über einen 15 Jahres-Vertrag mit dem belgischen Stromnetzbetreiber Elia betrieben. Der Batteriespeicher entsteht neben dem Gaskraftwerk von Engie in Vilvoorde.
Es handelt sich um den bislang größten Auftrag für den Speicherhersteller aus Sachsen-Anhalt. Im nächsten Jahr soll der Speicher in Rheinland-Pfalz ans Netz gehen.
Die Leistung des Großspeichers liegt bei 103 Megawatt. Der Speicher soll zweimal täglich Produktionsüberschüsse aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen über das Hochspannungsnetz der Schleswig-Holstein Netz AG aufladen und in den morgendlichen und abendlichen Nachfragespitzen wieder zurückspeisen.
Der bayerische Hersteller hat seine „CarBatteryReFactory“ eröffnet. Die Produktionskapazität der Fabrik im Landkreis Deggendorf liegt bei circa 500 Großspeichern und 30.000 Heimspeicher-Einheiten pro Jahr.
Das Energieunternehmen erhielt von der Gemeinde ein Grundstück für den „Speicherpark Würgassen“ und kann dort die Infrastruktur des 1994 stillgelegten Atomkraftwerks nutzen. Nach Brokdorf wäre dies der zweite ehemalige Kernkraft-Standort, für den ein Batteriespeicher geplant ist.
Der Batteriespeicher wird langfristig vom österreichischen Versorger Verbund vermarktet. Er kaufte das Projekt im Dezember 2023 von Kyon Energy, was mit dem Bau im kommenden Jahr beginnen will.
Bei der Statuskonferenz des Bundesverbands Energiespeicher Systeme in Berlin betonte die Branche die vielfältigen Chancen der Technologie und forderte von der Politik und der Bundesnetzagentur mehr Planungssicherheit ein.
Die Speicher müssen in Kombination mit Erneuerbaren-Anlagen netzdienlich betrieben werden. Die Mittel für das neue Programm „Großspeicheranlagen“ stammen auch dem österreichischen Klimaschutzministerium.
Der Projektierer hat grünes Licht von der Gemeinde Alfeld (Leine) erhalten. Bis Ende 2025 soll das Speicherprojekt mit 137,5 Megawatt Leistung realisiert sein.