Ein von der Europäischen Kommission veröffentlichtes Dokument, das sich mit der Stärkung der wirtschaftlichen Sicherheit der EU befasst, benennt den hohen Marktanteil von chinesischen Wechselrichtern bei Photovoltaik-Anlagen als Beispiel für eine risikoreiche Abhängigkeit. Die Kommission plant, solche Risiken im Rahmen ihrer Cybersicherheitsmaßnahmen anzugehen.
Die Europäische Kommission hat auf Anfrage von pv magazine erklärt, dass sie der Förderung von Betriebsausgaben für Photovoltaik- und Cleantech-Hersteller wahrscheinlich keine Priorität einräumen wird. Sie hegt Bedenken wegen möglicher Marktverzerrungen. ESMC und Solarpower Europe halten die Opex-Unterstützung jedoch für elementar, wenn eine Wiederbelebung der Solarindustrie in Europe gelingen soll.
Der European Solar Manufacturing Council (ESMC) hat sich für die Aufnahme von nicht-preislichen Kriterien in Auktionen für Solarmodule ausgesprochen, wie sie im EU Net Zero Industry Act vorgesehen sind. Das Empfehlungspapier des Rates ruft die Mitgliedsstaaten dazu auf, das Gesetz so schnell wie möglich zu verabschieden, und hebt die Bedenken bezüglich der Cyber- und Datensicherheit chinesischer Wechselrichter hervor.
Die Tatsache, dass wir derzeit bei wichtigen Elementen der Photovoltaik-Wertschöpfungskette zu fast 100 Prozent von Importen abhängig sind, hauptsächlich aus China oder chinesisch dominierten Unternehmen in Südostasien, wird von wichtigen Akteuren in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft als gefährlich, ja sogar kritisch angesehen. Hinzu kommen die jüngsten Entwicklungen sowohl in den USA als auch in Europa, […]
Das Europäische Parlament hat den Net-Zero Industry Act verabschiedet, der nun vom Europäischen Rat formell angenommen werden muss, um Gesetz zu werden. Der European Solar Manufacturing Council hat die Entscheidung begrüßt und erklärt, dass damit „grünes Licht für die Beschaffung nachhaltiger, in Europa hergestellter Solarmodule gegeben wird“.
23 EU-Mitgliedsstaaten, Photovoltaik-Branchenvertreter und Energiekommissarin Kadri Simson haben eine „Europäische Solarcharta“ verabschiedet. Der Schritt war schon seit einiger Zeit angekündigt, die Reaktionen reichen von der Freude über ein „wertvolles Versprechen“ über Mahnungen, jetzt auch schnell Taten folgen zu lassen bis hin zum Vorwurf des Zynismus.
Ein von der Herstellervereinigung ESMC initiierter offener Brief an die Europäische Kommission fordert Änderungen an der geplanten Systematik. Diese lasse chinesischen Photovoltaik-Herstellern zu viele Möglichkeiten zum Greenwashing.
Der Photovoltaik-Industrieverband appelliert in einem Brief an die Europäische Kommission, innerhalb von zwei Monaten zu handeln. Sonst seien Handelsbarrieren unvermeidbar.
Analog zum jetzt verabschiedeten „Windpaket“ verlangt der Photovoltaik-Herstellerverband von der EU-Kommission einen gesetzlichen Rahmen für den Aufbau von 40 Gigawatt Fertigungskapazität. Auch solle die EU die Einfuhr von Produkten verbieten, die in Zwangsarbeit hergestellt wurden.
Die Ausschüsse für Binnenmarkt und internationalen Handel des Europäischen Parlaments haben einen Vorschlag zur Erstellung einer globalen Liste von Regionen und Industrien mit einem hohen Risiko von Zwangsarbeit gebilligt und abgeändert. Die Herstellervereinigung ESMC forderte jüngst Rechtsvorschriften gegen Zwangsarbeit in der Photovoltaik-Industrie.