Die Spanne der Zuschlagswerte für die Photovoltaik-Dachanlagen an 300 Kilowatt Leistung bewegten sich zwischen 5,70 und 8,28 Cent pro Kilowattstunde. Insgesamt verteilte die Bundesnetzagentur 136 Zuschläge für Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 154 Megawatt. Die Behörde kündigte Vereinfachungen für die nächste Ausschreibungsrunde an, die in Kürze veröffentlicht werden sollen.
Die Ampel-Regierung verspricht in einem Solarbeschleunigungspaket bessere Fördersätze für neue Photovoltaik-Anlagen. Zudem sollen die Ausschreibungsvolumen auf die ambitionierteren Ausbaupfade angepasst werden und die Photovoltaik-Pflicht im Gewerbe bis Ostern auf den Weg gebracht werden. Darüber hinaus sind zahlreiche Maßnahmen in anderen Sektoren geplant, um wieder auf den Pfad der Klimaneutralität bis 2045 zu kommen.
Für gemeinschaftliche Erneuerbaren-Projekte ist sogar eine Grenze für Ausschreibungen von sechs Megawatt Leistung vorgesehen. Die neue Leitlinie gilt ab Januar 2022. Die mit dem EEG 2021 geltende Ausschreibungspflicht für Photovoltaik-Dachanlagen ab 300 Kilowatt Leistung kann damit deutlich angehoben werden und für eine Neubelebung des Segments genutzt werden.
Die bezuschlagten Gebote reichen von 75.000 bis 116.000 Euro pro Megawatt. Unter den Zuschlägen befindet sich einer für Unipers Kraftwerk „Staudinger Block 5“ mit einer Leistung von 510 Megawatt.
Die Ausschreibungsrunde war erneut deutlich überzeichnet. Mehr als die Hälfte der Zuschläge sowie der ausgeschriebenen Leistung ging nach Bayern.
Eine Expertenjury hat zehn Projekte ausgewählt, die in der Auktion „Muster- und Leuchtturmprojekt Photovoltaik“ des Klima- und Energiefonds einen Zuschlag erhielten. Eines davon ist „EWS Sonnenfeld Bruck/Leitha“ – eine Forschungs- und Demonstrationsanlage, die die beste Kombination von Pflanzenkulturen, Bewirtschaftungsformen und gleichzeitiger Solarstromgewinnung evaluieren soll.
In der Innovationsausschreibung im April 2022 sollen Photovoltaik-Anlagen, die eine Doppelnutzung mit Ackerfläche, Gewässern oder Parkplätzen erfüllen, bevorzugt bezuschlagt werden. Die Bonner Behörde veröffentlichte nun die spezifischen Anforderungen an solche Projekte.
Das niedrigste Gebot kam mit 6,18 Cent pro Kilowattstunde für einen 23-Megawatt-Windpark. Das niedrigste Gebot für die Photovoltaik lag bei 6,39 Cent pro Kilowattstunde. Alle Gebote lagen knapp unter dem Höchstpreis von 7 Cent.
Die Ausschreibung ist offiziell eröffnet. Sie wird auch eine „ultraschnelle“ Quote von 600 Megawatt für kleine Projekte beinhalten.
Der Bundesverkehrsminister hat die Ausschreibung für das sogenannte Deutschlandnetz freigegeben und dabei auch die Idee einer atmenden Preisobergrenze von aktuell 44 Cent pro Kilowattstunde vorgestellt. Rund zwei Milliarden Euro werden in den Aufbau der 1000 Schnellladestandorte durch den Bund investiert.