Spanien kündigt neue Auktion für Photovoltaik und Windkraft mit 3,3 Gigawatt Volumen an

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von pv magazine Spanien

Die spanische Ministerin für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung, Teresa Ribera, kündigte am Montag an, dass am Dienstag eine neue Auktion für 3,3 Gigawatt erneuerbare Energiekapazitäten gestartet wird. „Das Ziel ist es, die Ausschreibungen von erneuerbaren Energien fortzusetzen … und die Umstellung des Stromnetzes weiterhin in geordneter Weise zu erleichtern“, sagte sie. „Bei dieser Gelegenheit wollen wir einen beträchtlichen Prozentsatz an erneuerbarer Windenergie [und] einen weiteren Prozentsatz an Photovoltaik erhalten, allerdings mit zwei Besonderheiten, die sich aus den Anfragen der letzten Monate ergeben haben.“

Ribera wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es eine „ultraschnelles“ Kontingent von 600 Megawatt für Zuschläge von kleinen Projekten geben werde. Dies sei eine spezifische Regelung, die eine schnelle Integration begünstigen und allen Verbrauchern zugute kommen soll. Zudem seien kleine Kontingente für jene Anlagen vorgehen, die spezifische Anforderungen verlangen und nicht mit großen Anlagen konkurrieren wollen.

Ministerium veröffentlicht weitere Details zum Verfahren

Das Ministerium für den ökologischen Übergang und die demografische Herausforderung (MITECO) hat am Dienstag weitere Details zum Verfahren für eine neue Auktion im Oktober veröffentlicht. Es will eine Ausschreibung mit beschleunigten Ausführungsfristen anbieten, „damit die Strompreise so schnell wie möglich gesenkt werden können und Fortschritte bei der Erreichung der Klimaziele erzielt werden“, so das Ministerium. So seien für diese zweite Auktion  im Rahmen des durch den Königlichen Erlass 960/2020 eingeführten Systems kürzere Fristen für die Inbetriebnahme der bezuschlagten Anlagen vorgesehen als in der ersten Ausschreibungsrunde. Dies betreffe das „ultraschnelle“ Kontingent, in dem 600 Megawatt an Photovoltaik- und Windkraftanlagen vergeben werden, die sich bereits in einem fortschrittenen Stadium befinden. Sie müssen innerhalb von acht Monaten nach der Gewährung der regulierten Vergütung gebaut werden, damit sie vor dem Sommer 2022 in Betrieb gehen können.

Neben dieser beschleunigten Verfügbarkeitsreserve sieht die Auktion ein Kontingent von 1500 Megawatt für Onshore-Windkraftanlagen, weitere 700 Megawatt für Photovoltaik-Anlagen, ein neutrales Los von 200 Megawatt und weitere 300 Megawatt für dezentrale Photovoltaik-Anlagen mit „relevanter lokaler Beteiligung“ vor. Letzteres ist für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 5 Megawatt bestimmt, die einen starken lokalen Charakter haben. Bei der Vergabe werden Faktoren wie die Bevölkerung in der Nähe des Standorts oder die Beteiligung der Bürger an den Anlagen berücksichtigt.

Die Anhörungsfrist für den Beschluss des Staatssekretärs für Energie, der die zweite Auktion zur Vergabe der wirtschaftlichen Regelung für erneuerbare Energien einberuft, läuft von Mittwoch, 18. August, bis zum 31. August. Die Entschließung dürfte in der ersten Septemberhälfte im offiziellen Amtsblatt (BOE) veröffentlicht werden, wenn die Unternehmen ihre Vorschläge einreichen können. Dementsprechend wird die Auktion im Oktober stattfinden, und es wird ein großes Interesse und eine hohe Beteiligung erwartet.

Bei der letzten Auktion für erneuerbare Energien, die in Spanien im Januar stattfand, bezuschlagte die Regierung insgesamt 3,034 Gigawatt an Erneuerbaren-Anlagen zu einem Durchschnittspreis von 24,47 Euro pro Megawattstunde. Der Zuschlagswert ist deutlich niederiger als die Preis am spanischen Großhandelsmarkt. Unter den erfolgreichen Geboten entfielen 2,036 Gigawatt auf die Photovoltaik und 998 Megawatt auf die Windenergie.

Anmerkung der Redaktion: Der Artikel ist nachträglich mit weiteren Details zur Auktion ergänzt worden. Diese finden sich auch im Originalartikel: https://www.pv-magazine.es/2021/08/17/la-nueva-subasta-de-octubre-sera-expres-y-con-cupos-ultrarrapidos/

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