Das insolvente Berliner Photovoltaik-Unternehmen kann weiter auf Rettung hoffen. Der Standort Greifswald wird aber wahrscheinlich geschlossen.
Am 27. Februar sind die Inhaber der Wandelschuldverschreibung 2012 aufgefordert, dem Zahlungsaufschub bis Ende April zuzustimmen. Für die weitere finanzielle Restrukturierung des Photovoltaik-Unternehmens sollen dann auch die Aktionäre dem geplanten Schuldenschnitt zustimmen.
Die CDU-geführten Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wollen Änderungen bei der Solarförderung im Bundesrat verhindern. Mittlerweile kursiert schon wieder ein neuer Vorschlag, der vorsieht nur noch 80 Prozent des eingespeisten Solarstroms zu vergüten.
Es gibt immer deutlichere Anzeichen, dass die Bundesregierung eine neue Art von Deckel bei der Solarförderung einziehen will. Nach neuesten Plänen sollen wohl künftig nur noch ein jährlicher Ertrag für maximal 900 Kilowattstunden pro Kilowattpeak vergütet werden. Eine solche Regelung würde vor allem chinesischen Modul- und Wechselrichteranbietern zugute kommen.
Viele bürokratische Hürden verhindern einen noch zügigeren Ausbau der Photovoltaik in Europa. Das EU geförderte Projekt „PV Legal“ hat diese nun identifiziert und abschließende Forderungen für die Vereinfachung administrativer Prozesse vorgelegt.
Die Anzeichen, dass der indisch-arabische Konzern Microsol in das insolvente Berliner Photovoltaik-Unternehmen einsteigen wird, verdichten sich. Nach einem Medienbericht soll ein Personalkonzept vorgestellt werden.
Ein Gläubiger der ausstehenden Wandelschuldverschreibung will sein Geld vollständig zurückhaben. Dies berichtet das „Handelsblatt“.
Ein Strategiewechsel vom Modulhersteller zum Photovoltaik-Systemanbieter steht bei der italienischen Tochtergesellschaft des insolventen Unternehmens an. Für die 70 Mitarbeiter wird nach einer sozialverträglichen Lösung gesucht.
Der aktuelle Streit über die Solarförderung zeigt deutlich die unterschiedlichen Interessen innerhalb der Bundesregierung. Wirtschafts- und Umweltminister versuchten nun im Bundestag, Einigkeit zu demonstrieren und wiesen die Kritik der Opposition an der Energiepolitik zurück.
Das Photovoltaik-Unternehmen aus Limburg musste Insolvenz beantragen. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter.