Sunconcept ist Pleite

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Die Sunconcept Gruppe hat wegen Überschuldung für sieben Gesellschaften beim Amtsgericht Limburg Involvenzanträge gestellt, wie der zuständige Insolvenzverwalter mitteilte. Der Projektierer von Photovoltaik-Anlagen habe die Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung über das weitere Vorgehen informiert. Von der Insolvenz seien rund 100 Mitarbeiter betroffen, hieß es weiter. Das Amtsgericht Limburg habe den Koblenzer Rechtsanwalt Jens Lieser zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Trotz der Insolvenzanträge werde der Geschäftsbetrieb unvermindert weiter gehen. Die Löhne der Mitarbeiter seien durch das Insolvenzgeld bis März gesichert. Lieser zeigte sich optimistisch, dass Sunconcept saniert werden könne. Er werde sich in den kommenden Wochen ein entsprechendes „Fortführungskonzept“ erarbeiten. Ziel sei die Fortführung der profitablen Einheiten des Solaranbieters und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze, so der vorläufige Insolvenzverwalter weiter.

Sunconcept wurde 2004 als Photovoltaik-Installationsbetrieb gegründet. Das Unternehmen wuchs national und international – neben den Gesellschaften in Deutschland verfügte es auch über Niederlassungen in Italien, Großbritannien und Südafrika. Wegen des verschärften Wettbewerbs auf den internationalen Photovoltaik-Märkten verzeichnete die Sunconcept Gruppe erhebliche Umsatzrückgänge. Ein Sanierungskonzept des Managements konnte die Insolvenz nicht mehr verhindern, wie es weiter hieß. Gespräche mit potenziellen Investoren, die bis zuletzt geführt worden seien, konnten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter werde diese nun aber wieder zügig aufnehmen und weiterführen, teilte seine Kanzlei weiter mit. (Sandra Enkhardt)