Die Solar-Fabrik hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das teilte das Photovoltaik-Unternehmen am Montag mit.
Mit positiven Absatz- und Umsatzzahlen überraschte Solarworld am frühen Montagmorgen die Börsianer. Den vorläufigen Zahlen zufolge ist das Geschäftsjahr 2014 besser gelaufen, als der Photovoltaik-Konzern erwartet hatte.
Nach der amtlichen Veröffentlichung der Installationen neuer Photovoltaik-Anlagen im Dezember ist gewiss, dass die EEG-Reform den Zubau in Deutschland auf das Niveau des Jahres 2008 zurück katapultiert hat. Ein positiver Lichtblick: Für die derzeitigen Bedingungen lief der Dezember erstaunlich gut.
Auch im vergangenen Jahr war China aller Voraussicht nach wieder der größte Photovoltaik-Markt der Welt. Die Regierung in Peking ruht sich darauf aber nicht aus, sondern strebt auch in diesem Jahr nochmal einen 50-prozentigen Anstieg beim Photovoltaik-Zubau an.
Der massive Zubau von Photovoltaik-Kraftwerken in Großbritannien hat die kumulierte Leistung an die fünf Gigawatt-Grenze zum Jahresende 2014 gebracht. Dennoch ist der Photovoltaik-Zubau mit etwa 2,2 Gigawatt nicht wesentlicher höher als in Deutschland im vergangenen Jahr ausgefallen.
Interview: In Brüssel gab es in dieser Woche einen Runden Tisch zum Thema: Wissenschaftliche Unterstützung für die europäischen Photovoltaik-Hersteller. Dabei waren hochrangige Vertreter der EU sowie aus der Photovoltaik-Industrie und Wissenschaft. Die Politik sendete Signale, dass sie der schwächelnden Solarindustrie unter die Arme greifen will, sagt Ruggero Schleicher-Tappeser im Interview mit pv magazine. Er ist der Koordinator der Intiative „xGWp European Gigawatt Fab“.
Erst vor einigen Tagen sorgte der Photovoltaik-Hersteller mit der Ankündigung für Aufsehen, weltweit 1600 Vollzeitstellen abbauen zu wollen. Auf dem „7. Capital Markets Day“ informiert der SMA-Vorstand nun öffentlich über das weitere Vorgehen. Die Fixkosten sollen um 160 Millionen Euro sinken. Dennoch geht SMA von einem weiteren verlustreichen Geschäftsjahr aus.
Der Freiburger Photovoltaik-Hersteller bereitet derzeit einen entsprechenden Antrag vor. Im Schutzschirmverfahren sollen dann die Solar-Fabrik AG und die Tochter Solar-Fabrik Wismar GmbH restrukturiert werden. Die übrigen Gesellschaften sollen von der Insolvenz nicht betroffen sein.
Künftig will das oberschwäbische Photovoltaik-Unternehmen keine Montagesysteme für Solarmodule mehr anbieten. Erste Gespräche mit potenziellen Käufern der Sparte Montagelösungen laufen bereits.
Während der sozialdemokratische Sprecher der AG Wirtschaft und Energie betont, dass Ausschreibungen erst noch unter Beweis stellen müssen, dass sie besser für Kosteneffizienz und Akteursvielfalt, ist für die Wirtschaftspolitiker der Union klar, dass ab 2017 Photovoltaik, Windjraft und Biomasse nur noch über Ausschreibungen gefördert werden.