Großbritanniens Photovoltaik-Zubau lag 2014 bei 2,2 Gigawatt

Die kumulierte installierte Photovoltaik-Leistung in Großbritannien ist bis zum Jahresende 2014 auf 4979 Megawatt gestiegen. Diese Zahlen veröffentlichte nun das britische Energieministerium DECC. Damit lag der Photovoltaik-Zubau im vergangenen Jahr in dem Land bei knapp 2,2 Gigawatt, da sich die installierte Gesamtleistung zum Ende des Jahres 2013 noch bei 2094 Megawatt belief. Dies ist nur unwesentlich höher als in Deutschland, wo der Zubau voraussichtlich knapp unter zwei Gigawatt im vergangenen Jahr gelegen haben dürfte. Die Bundesnetzagentur wird die genauen Zahlen bis spätestens Montag noch veröffentlichen.

Großbritannien war damit 2014 der Photovoltaik-Markt in Europa mit der größten Nachfrage. Getrieben wurde der Zubau vor allem von der Installation großer Photovoltaik-Kraftwerke, deren bisheriges Förderschema über „Renewable Obligation“ Ende März 2015 ausläuft. 8723 Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 1785 Megawatt hätten bis Ende Dezember von dieser Solarförderung profitiert. Knapp 640.000 weitere Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 2773 Megawatt insgesamt erhielten Einspeisetarife. Insgesamt sind nach DECC-Angaben in Großbritannien mittlerweile mehr als 650.000 Photovoltaik-Anlagen gebaut worden.

Der britische Solarverband STA forderte von der Regierung und allen Parteien, dass sie den von ihr entwickelten „Solar Independence Plan“ unterstützen. Damit könnte Großbritannien seine Photovoltaik-Ausbauziele bis 2020 zu geringen Extrakosten verdoppeln. Dafür müsse die Regierung aber stabile Rahmenbedingungen setzen, auch im Bereich von Photovoltaik-Kraftwerken. (Sandra Enkhardt)