Die Energy Watch Group und die Lappeenranta University of Technology zeigen in einer Analyse, dass die Internationale Energieagentur in ihrem World Energy Outlook in den vergangenen Jahrzehnten regelmäßig irreführende Prognose zum Ausbau von Photovoltaik und Windkraft veröffentlicht hat. Die Zahlen zur Entwicklung der fossilen Energieträger sind dagegen geschönt.
Video: Biden enthüllte Pläne des Weißen Hauses für ein neues Förderprogramm zum Ausbau erneuerbarer Energien in 24 US-Bundesstaaten. Dies soll gerade in ländlichen Gebieten und einkommensschwachen Gegenden den Zugang zur Photovoltaik verbessern und zur weiteren Kostenreduktion im Solarbereich beitragen.
Interview: Die Abschaffung des solaren Grünstromprivilegs mit der EEG-Novelle 2014 hat sich empfindlich auf die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Mieterstrommodellen ausgewirkt. Dennoch sind sie ein gutes Instrument zur Kundenbindung für Stadtwerke und Energieversorger, sagt Florian Valentin von der Kanzlei Bredow Valentin Herz im pv magazine-Interview. Aus rechtlicher Sicht gilt es einiges bei der Umsetzung zu berücksichtigen.
Derzeit arbeiten die beiden Unternehmen an der Umsetzung eines Projekts in Baden-Württemberg. Die Haushalte eines Mehrfamilienhauses sollen über verteilt installierte Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 650 Kilowatt mit Solarstrom versorgt werden.
Greenpeace belegt mit seiner Energy Revolution-Studie, dass eine Versorgung mit 100 Prozent Photovoltaik, Windkraft und Biomasse bis 2050 möglich sind. Es könnten mit der globalen Klimawende auch 20 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die jährlichen Investitionskosten lägen bei durchschnittlich einer Billion US-Dollar.
In einer energiewirtschaftlichen und juristischen Analyse hat die Umweltorganisation ebenfalls nachgewiesen, dass die EU-Kommission die geplante Braunkohlekraftwerksreserve nicht genehmigen dürfte. Selbst wenn Deutschland in den kommenden Jahren seine Atomkraftwerke abschaltet, gibt es dennoch keinen Engpass, der diese Reserve rechtfertigen würde.
Insgesamt zehn Nutzeneffekte von Photovoltaik-, Windkraft- und Biomasse-Projekten in Bürgerhand werden in der neuen IZES-Studie herausgearbeitet. Die Wertschöpfung summierte sich im Jahr 2012 auf bis zu 5,3 Milliarden Euro.
Ab sofort können Hausbesitzer den „Energiebonus Bayern“ beantragen. Zuschüsse werden dabei auch für die Installation von Photovoltaik-Anlagen und Speichersystemen gezahlt.
Nach Ansicht des Berliner Think-Tanks sollte im kommenden Jahr der Börsenstrompreis weiter fallen, die EEG-Umlage aber um etwa diese 0,3 Cent pro Kilowattstunde steigen. Für den Stromkunden sollte sich damit nichts ändern – zumindest wenn die Energieversorger richtig rechnen.
Auf eine Anfrage der Grünen hat die Bundesregierung nun Zahlen zur Beschäftigung und Entwicklungen der Installationen gegeben. Demnach sollen 2013 noch 56.000 Beschäftigte in der Photovoltaik-Installation und -Wartung in Deutschland gearbeitet haben. Kurzfristige Änderungen bei der Solarförderung, um dem schwächelnden Photovoltaik-Markt entgegenzuwirken, plant die Bundesregierung nicht.