Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Meldungen der Woche, Interviews und Analysen.
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Zwar hat die Internationale Energieagentur die Wachstumsprognosen für Photovoltaik und Windkraft erhöht. Die Energy Watch Group weist aber darauf hin, dass die Projektionen immer noch irreführend sind. So müsste der Zubau von Photovoltaik und Windkraft weltweit bereits seinen Zenit erreicht haben.
Die Preise für Solarmodule sind seit Beginn des zweiten Halbjahrs im Sinkflug, doch auf die Photovoltaik-Nachfrage in Deutschland hat sich dies im August noch nicht ausgewirkt. Der Zubau lag im August etwa auf dem Niveau des Vormonats bei gut 88 Megawatt. Die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen bleiben bis zum Jahresende stabil.
Das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein entschied nun, die Rückzahlungsforderung wegen der verspäteten Anmeldung der Photovoltaik-Anlage bei der Bundesnetzagentur ist rechtmäßig. Weitere Fälle sind bei dem Gericht anhängig. Nach einem Medienbericht will die Schlewig-Holstein Netz AG von 240 Betreibern insgesamt rund 3,8 Millionen Euro an Photovoltaik-Einspeisevergütung zurück.
Die massiven Überkapazitäten auf dem Photovoltaik-Weltmarkt haben einen neuen Preiskrieg ausgelöst. EU Prosun verweist darauf, dass dies erneut Jobs in der europäischen Solarindustrie kostet. Auf einem informellen Treffen werden die EU-Handelsminister am Freitag neben TTIP und CETA auch über die Modernisierung von Schutzmaßnahmen und Chinas möglichen Marktwirtschaftsstatus beraten.
Die Analysten von Roth Capital Partner und Bloomberg New Energy Finance erwarten für das zweite Halbjahr und 2017 eine deutlich schwächere Nachfrage gerade auf den größten Photovoltaik-Märkten weltweit. Angesichts des rasanten Ausbaus der Kapazitäten, vor allem der chinesischen Photovoltaik-Hersteller, droht ein Preisverfall, den es zuletzt 2011/2012 gab. In der Folge könnte es erneut zu einer erheblichen Marktbereinigung kommen.
Das Ministerium in Berlin hat nun einen Diskussionsprozess gestartet, um die Weichen für die Energiewende mitsamt Sektorenkopplung in den kommenden Jahren zu stellen. Grundlage sind zwölf langfristige Trends für den Stromsektor, die die Politik mittels verschiedener Studien identifiziert hat. Erfreulich, dass das Wirtschaftsministerium in seinem Impulspapier Photovoltaik und Windkraft sehr großes Potenzial bescheinigt.
Wirtschaftlichkeit: Wer seine Photovoltaik-Anlage nicht als Steuersparmodell anschafft, will mit dem Finanzamt möglichst wenig oder gar nichts zu tun haben. Wir erklären, wie das geht.
In einer vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragten Studie geht es um das Risikomanagement für die Energiewende. Die Wissenschaftler haben dabei ganz unterschiedliche politische Faktoren untersucht, die einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Energiewende in Deutschland nehmen können.
Interview: Der Bonner Photovoltaik-Konzern ist in einem US-Einzelrichter-Entscheid in dieser Woche zur Zahlung von 793 Millionen US-Dollar an den Siliziumhersteller Hemlock wegen Verstoß gegen einen Liefervertrag verurteilt worden. Das Urteil sei in der Sache und Höhe absurd, sagt Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der Solarworld AG, im pv magazine. Nach seiner Ansicht wird Hemlock keine Chance haben, in einem Anerkennungsverfahren in Deutschland seine Forderungen gegen die Solarworld-Tochter durchzusetzen.
Nach einer lebhaften Debatte haben die Abgeordneten mit den Stimmen der Koalition die Novelle abgesegnet. Vertreter von CDU, CSU und SPD verteidigten die weitgehende Umstellung der Förderung für Photovoltaik, Windkraft und Biomasse auf Ausschreibungen. Linke und Grüne erneuerten ihre Kritik in der Debatte.