EU-Verbot chinesischer Wechselrichter löst heftige Reaktion in Peking aus

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Von pv magazine Global

Die chinesische Regierung hat eine offizielle Stellungnahme zum jüngsten EU-Verbot chinesischer Wechselrichter in EU-finanzierten Photovoltaikprojekten veröffentlicht. „Ohne jegliche faktische Beweise hat die EU China erstmals als sogenanntes ‚Hochrisikoland‘ eingestuft und unter diesem Vorwand die finanzielle Unterstützung für Projekte mit chinesischen Wechselrichtern verboten“, so das chinesische Handelsministerium. „Die Einstufung Chinas als ‚Hochrisikoland‘ durch die EU untergräbt das gegenseitige Vertrauen zwischen China und der EU, beeinträchtigt die bilaterale Wirtschafts- und Handelskooperation, destabilisiert Industrie- und Lieferketten sowohl im Kontext China-EU als auch weltweit und birgt sogar das Risiko einer Entkopplung und weiterer Lieferkettenunterbrechungen“, heißt es in der Erklärung.

„China fordert die EU dringend auf, die Stigmatisierung Chinas durch die Einstufung als ‚Hochrisikoland‘ unverzüglich zu beenden und die unfairen und diskriminierenden Praktiken gegenüber chinesischen Produkten aufzuheben“, fügte das Handelsministerium hinzu. „China wird die Situation genau beobachten, die Auswirkungen der EU-Politik auf die Interessen chinesischer Unternehmen sowie auf die Industrie- und Lieferketten zwischen China und der EU sorgfältig prüfen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen.“

Über mögliche Gegenmaßnahmen wurden keine Einzelheiten bekannt gegeben. Das Handelsministerium erklärte außerdem, dass die neuen Maßnahmen zum Ausschluss chinesischer Produkte der EU selbst schaden und ihren Energiewandel sowie ihre Energiesicherheit gefährden könnten. Die EU gab am 23. April ihren Plan bekannt, die Finanzierung von PV-Projekten mit Wechselrichtern von Hochrisikolieferanten einzuschränken. Auf der Liste der Hochrisikoländer stehen China, Russland, Iran und Nordkorea.

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