Copenhagen Energy und Akaysha Energy planen Zwei-Gigawattstunden-Speicher bei Baden-Baden

Die Großbatterie mit 500 Megawatt Leistung soll nahe der Höchstspannungs-Infrastruktur und eines bestehenden Umspannwerks in der Stadt Bühl entstehen. Copenhagen Energy und Akaysha Energy haben ein Joint Venture gegründet, um große Batteriespeicher in Deutschland zu entwickeln.
Akaysha Energy baut in Australien derzeit die Waratah Super Battery, eines der größten Speicherprojekte der Welt | Bild: Akaysha Energy

Copenhagen Energy und Akaysha Energy wollen in Bühl bei Baden-Baden eines der größten Batteriespeicher-Projekte des Landes umsetzen: Die Partner planen, einen Vier-Stunden-Speicher mit 500 Megawatt Leistung zu errichten. Damit folgen sie dem Trend, Großbatterien so auszulegen, dass sie Strom über mehrere Stunden hinweg speichern können. Die Unternehmen stellen ihr Vorhaben heute im Gemeinderat vor.

Der Standort ist attraktiv, weil er nah zur Höchstspannungsinfrastruktur sowie zu einem Umspannwerk liegt. Das hält den Flächenverbrauch möglichst gering, so die Stadt Bühl in einer Mitteilung. Auch ein Gewerbegebiet findet sich in unmittelbarer Nähe. Die Kommune verspricht sich von dem Projekt Impulse für die regionale Wirtschaft sowie zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen. Zudem leiste es einen Beitrag zu einer sicheren und zukunftsfähigen Energieversorgung.

Erfahrungen aus Australien nach Deutschland übertragen

Akaysha Energy ist ein australischer Projektierer und Betreiber von Batteriespeichern, das dänische Unternehmen Copenhagen Energy entwickelt Erneuerbare-Projekte und handelt mit Strom. Die beiden Partner haben ein Joint Venture geschlossen, um in Deutschland Großspeicher zu errichten.

Paul Curnow, Geschäftsführer und Chief Commercial Officer von Akaysha Energy, erklärte kürzlich gegenüber pv magazine, dass die Vertragsstrukturen, die Akaysha Energy in Deutschland einsetzen will, auf den Erfahrungen in Australien basieren. Dort hätten vor allem Produkte wie virtuelle Tolling-Modelle und Umsatzbeteiligungsmodelle den Speicher-Ausbau befeuert. Akaysha Energy verzeichne zudem eine starke Nachfrage nach Vereinbarungen im Stil von Kapazitäts-Swaps – „hochgradig strukturierte Produkte, bei denen wir zunächst davon ausgehen, was der Abnehmer tatsächlich benötigt und welches Risiko er eingehen kann, und dann die Struktur so gestalten, dass sie weiterhin finanzierbar ist“, erklärt Curnow.

Akaysha Energy hatte nach eigenen Angaben in Deutschland zum 30. März 2026 eine Projektpipeline von 2,6 Gigawatt. Neben Baden-Württemberg sind die Projekte in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg angesiedelt.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben am 21. Mai um 9 Uhr aus der Originalfassung der Meldung eine Passage zur Finanzierung der Speichervorhaben von Akaysha Energy und Copenhagen Energy gestrichen.

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