Wacker Chemie baut bis Ende 2027 rund 1600 Stellen in Deutschland ab

Luftbild 2016 - Werk Burghausen und Umgebung, Luftaufnahme

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Seit Oktober 2025 läuft das weltweite Kosten- und Effizienzprogramm „PACE“ von Wacker Chemie. Ziel ist es, die Kosten um jährlich 300 Millionen Euro zu senken und somit die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität zu stärken. Im Zuge von „PACE“ sollen nun in Deutschland bis Ende 2027 rund 1600 Stellen gestrichen werden. Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung hätten sich auf ein Rahmenkonzept für einen sozialverträglichen Abbau geeignet, teilte der Münchner Konzern am Freitag mit. Betriebsbedingte Kündigungen soll es damit nicht geben. „Mit der jetzt abgeschlossenen Vereinbarung haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht, um den notwendigen Wandel auch in Deutschland voranzutreiben und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken”, sagte Wacker Chemie-CEO Christian Hartel.

Der Stellenabbau soll über ein Freiwilligenprogramm erfolgen, das attraktive Altersteilzeitregelungen und Aufhebungsverträge umfasst. Zudem leisten alle Mitarbeiter in Deutschland bis 2028 einen temporären Solidarbeitrag, bestehend aus vier Prozent Arbeitszeit- und Entgeltreduzierung, wie es von Wacker Chemie weiter hieß. Dies schaffe den finanziellen Spielraum, um auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Es sei geplant, am weltweit größten Standort des Unternehmens in Burghausen 1300 Arbeitsplätze abzubauen, am Standort Nünchritz 200 Stellen, am Unternehmenssitz in München 60 Stellen sowie an weiteren deutschen Standorten insgesamt 50 Stellen. Dafür sollen Betriebe in der Produktion zusammengelegt und das Schichtsystem flexibilisiert werden. Zudem sei eine Verlagerung an internationale Service-Hubs geplant, so Wacker Chemie weiter.

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