Bundesverkehrsministerium bestätigt Einstellung des KfW-Förderprogramms 442 „Solarstrom für Elektroautos“

Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte pv magazine nun offiziell, dass es keine weiteren Mittel für das Programm geben wird, mit dem private Photovoltaik-Anlagen in Kombination mit Heimspeichern und Wallboxen gefördert wurden. Grund dafür ist die Haushaltskonsolidierung und die neue Schwerpunktsetzung für die zur Verfügung stehenden Mittel.
Kiwigrid mit neuer Lösung für netzdienliches Laden von Elektroautos
Rund 33.000 Haushalte konnten von der Förderung des KfW-Programms 442 „Solarstrom für Elektroautos“ profitieren. Eine Fortsetzung wird es aber definitiv nicht geben. | Foto: Kiwigrid

Das KfW-Förderprogramm 442 „Solarstrom für Elektroautos“ wird definitiv nicht fortgesetzt, obwohl in der ersten Runde im vergangenen September nur 300 der versprochenen 500 Millionen Euro ausgeschüttet wurden. „Für das Programm stehen in Zukunft keine weiteren Fördermittel zur Verfügung“, bestätigte am Dienstag eine Sprecherin des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) pv magazine. In der vergangenen Woche hatte das Ministerium eine entsprechende Anfrage noch lediglich mit einem Verweis auf das Statement zum neuen Haushalt beantwortet.

Aufgrund der erforderlichen Haushaltskonsolidierung und der erfolgten Schwerpunktsetzung auf prioritäre Investitionen (wie zum Beispiel den Aufbau des Deutschlandnetzes mit bundesweit 9000 Lademöglichkeiten – regional und an Autobahnen) können nicht alle Förderprogramme des BMDV im geplanten Umfang fortgeführt werden. Das gilt auch für das Förderprogramm ‚Solarstrom für Elektroautos‘, erklärte die Sprecherin nun.

Rund 33.000 Haushalte haben nach Ministeriumsangaben in der ersten Runde von der Förderung profitiert. Mit bis zu 10.200 Euro wird dabei die Installation von privaten Dachanlagen, Heimspeichern und Wallboxen gefördert. Die Mittel von 300 Millionen Euro waren nach nicht einmal einem Tag ausgeschöpft. In der Solarbranche sorge das Programm für viel Kritik, da nach dessen Ankündigung durch Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) im Sommer 2023 viele Privathaushalte ihre geplanten Investitionen in neue Photovoltaik-Anlagen zunächst zurückgestellt hätten. Nachdem die Förderung so schnell vergriffen war, warteten auch danach weiter viele auf eine Fortsetzung des Programms.

Die Sprecherin des Ministeriums sprach von einem „überwältigenden Zuspruch zum Förderprogramm“. Dies zeige, dass viele Bürger bereit seien, auf klimafreundliche Elektromobilität umzusteigen. Die rund 33.000 erfolgten Förderzusagen seien „in vollem Umfang ausfinanziert“, versicherte die Sprecherin.

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Kommentare

Böker
Feb 14, 2024

…die 300 Mio. Sind im wesentlichen verpufft, reine Mitnahmeeffekte. Wie die 3 Milliarden Spritzuschuss. Da haben nicht nur die Pendler was von gehabt, die man auch anders hätte fördern können (wenn das denn überhaupt sinnvoll ist), sondern vor allem Fahrer* Innen von spritschluckenden Wagen.
Aber wenn Hirnamputierte mit Autokorsos gegen zu hohe Spritpreise demonstrieren, muss man ja für sein Klientel was springen lassen. Koste es die Allgemeinheit, was es wolle!

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Michael Schimpf
Feb 15, 2024

Weniger Steuern zahlen zu müssen, ist kein Zuschuss, sondern einfach weniger Raub.

Elektromeister
Feb 14, 2024

Es würde als Anreiz schon ausreichen, die Stromlieferanten dazu zu verpflichten, die aus PV gelieferte und zurück gespeiste Kilowattstunde mit den bezogenen kWhs 1:1 verrechnen. der sogenannter Elektronen Ringtausch …

Die weiteren eingespeisten kWhs dann via Direktvermarktung zum Börsenpreis an der Strombörse veräußern.

Alles frei von Subventionen….

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Jasmin
Feb 15, 2024

Dein sogenannter Ringtausch würde nur wenig Sinn machen, belastet er doch alle anderen Stromkunden die keine PV haben.
Jeder Cent den ein PV Besitzer für seinen Strom in dem Moment mehr bekommt, als er am Markt wert ist, kommt von irgendwo her. Im alten Fall des EEG aus dem allgemeinen Steuertopf, in deinem Vorschlag über höhere Strombezugskosten für alle.

Was tatsächlich sinnvoll ist, ist grundsätzlich Flatrate Preise abzuschaffen. Sowohl beim Kauf, als auch Verkauf. Denn das schafft für jeden Anlagenbetreiber einen finanziellen Anreiz, wo man sich dann ganz simpel Betriebswirtschaftlich errechnen kann ob und wie groß man sich nen Speicher hinstellt, um entweder, seine Produktion Zeitverschoben selbst zu nutzen, oder Zeitverschoben zu verkaufen.

Deine „Lösung“ hingegen fördert hingegen die selben Probleme wegen denen man die festen EEG Vergütungen abschafft. Nur das diesmal die Netzbetreiber und Stromkunden den Preis ohne den Staat dazwischen tragen

SvenF
Feb 14, 2024

Eine 1:1 kWh Verrechnung unabhängig von der Einspeisung/Bezug? Keine gute Idee, dann würde sich keiner Speicher anschaffen und notfalls wird dann das Eauto in der Nacht anstatt zu den Sonnenstunden geladen – eine enorm hohe Belastung der Netze und enorme Kosten für den Netzausbau wären die Folge. Nicht umsonst kommen gerade die MsBG Regeln zu steuerbaren Lasten bei Haushaltskunden

Tom Illtmann
Feb 14, 2024

Aufgrund der Erfahrungen, bitte keine weiteren Förderprogramme für PV. Es würde eine Kampagne reichen, dass es sich einfach auch so lohnt auf jedes Haus eine Anlage zu bauen. Da würde ein Bruchteil der Gelder reichen. Den Rest erledigen die 100.000en Beschäftigten in der Branche.

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Sebastian Wagner
Feb 18, 2024

Bei Angeboten (4 Anbieter, u.a. 2 oder ganz Großen) von 25-36k € für 10 kwp und 10 kWh Speicher muss ich leider trotz 5.500 kWh Verbrauch und einer EV-Quote von angeblich 75-82% sagen, dass es sich eben nicht rechnet. Nach 18 Jahren mal, wenn es keinen Ausfall eines WR gibt.
Die Solateure zocken aktuell ab, wo es nur geht. Bei 15k € für die Anlage würde es natürlich anders aussehen. Da sind die obligatorischen 13 Jahre Amortisation auch möglich (die vor 5-20 Jahren üblich waren).

E. Wolf
Feb 14, 2024

@IIlltmann, Zustimmung !

Einfach die Potentiale aufzeigen, Regularien (zB Abstand zu Brandmauern) entsorgen und Perspektiven (Stichwort: V2H) benennen.

Es muß einfach Spaß machen sich mit PV zu beschäftigen, dann geht auch notwendiges leicht von der Hand – Überflüssiges gehört gestrichen.

HD
Feb 14, 2024

Medienkampagnen? Kommunikation? Regierung? Deutschland? Echt?

Kommunikation ist alles. Das sollten sie mittlerweile gelernt haben – sowohl von eigenen Erfahrungen als auch daran, wie andere dieses Prinzip sehr erfolgreich anwenden.

Alleine mit öffentlicher Beeinflussung durch gute Kommunikation würde man vermutlich das ganze Thema EE zum Selbstläufer machen, statt sich im ewigen „KleinKlein“ gegenseitig zu zerreden. Letzteres liest man auch hier im Forum ja sehr oft – ich sage nur: Was man nicht alles gar nicht, später oder völlig anders machen müsste.

Zum Glück sind die Foristen hier keine Regierung – es wäre imho exakt das gleiche „Chaos“.

Maiersäge
Feb 14, 2024

Das Geld wird nicht art- und sozialgerecht in Deutschland verteilt – leider. Mit den freien Mitteln werden nun sinnlose Kriege und korrupte Systeme finanziert – traurig.

MfG
Maiersäge

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Jasmin
Feb 15, 2024

Einer benachbarte Demokratie mit Material und Geld zu helfen damit diese nicht von einer mörderischen Diktatur akentiert wird, ist nicht Sinnlos.
Wie kann man nur so wenig Empathie haben…

SvenF
Feb 14, 2024

Eine Förderung für Eigenheimbesitzer, die sich zudem ein E-Auto leisten können, ist doch Steuergeldverschwendung – insbesondere da sich die PV Anlagen inzwischen auch so amortisieren.
Oder um es ähnlich wie Sie auszudrücken: Mit den bisher verschwendeten 300 Mio. Aus dem Programm hätte man auch unterfinanzierte KiTas und Schulen sanieren können anstatt Wohlhabende sinnlos zu unterstützen