Heckert Solar, Wattkraft und Interfloat wollen zwei Milliarden Euro in integrierte Photovoltaik-Produktion in Deutschland investieren

Modulproduktion von Heckert Solar in Thüringen

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Die Frist für die Einreichung der Projektskizzen, die im Zuge einer Interessenbekundung bis zum 15. August beim Bundeswirtschaftsministerium eingereicht werden konnten, um sich um eine Förderung zu bewerben, ist verstrichen. Nun gehen die Photovoltaik-Hersteller vermehrt an die Öffentlichkeit. Am Donnerstag gab Meyer Burger bekannt, sich mit dem Projekt „INTEGRA“ für den Aufbau einer 5-Gigawatt-Solarzellen- und Solarmodulfertigung in Deutschland beworben zu haben.

Am Freitag folgte nun ein Konsortium aus Heckert Solar, Wattkraft und Interfloat, die Details zu ihrem geplanten „Leuchtturmprojekt“ veröffentlichten, mit dem sie sich an der Interessenbekundung beteilgt haben. Sie kündigten an, an drei Standorten in Deutschland innerhalb der nächsten 24 Monate mehr als zwei Milliarden Euro investieren zu wollen. Konkret sei der Ausbau der vorhandenen Modulkapazitäten von Heckert Solar im thüringischen Langenwetzendorf vorgesehen. Mit der Erweiterung der vorhandenen und einer zusätzlichen Produktionshalle sollen dort dann 2,8 Gigawatt Solarmodule jährlich gefertigt werden können. Am Standort in Frankfurt (Oder) sei die Zellproduktion geplant. Dazu solle ein Bestandsgebäude modifiziert werden. Außerdem sei dort der Aufbau einer Polysiliziumfertigung inklusive Waferproduktion mit einer Jahreskapazität von fünf Gigawatt geplant. In Brandenburg solle zudem von Interfloat das antimonfreie, eisenarme, texturierte Solarglas für die kombinierte Wertschöpfungskette gefertigt werden.

Nach Angaben der Unternehmen ist es ihr Ziel, mindestens 90 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland zu haben. Dabei wollten die Photovoltaik-Hersteller auch gleich noch technologische Fortschritte umsetzen. Der Aufbau der integrierten Fertigung sei mit der Markteinführung eines „Photovoltaik-Moduls der Oberklasse“ verbunden. Das Glas-Glas Modul mit 24 Prozent Wirkungsgrad basiere auf einer neuartigen Zelltechnologien, so die Unternehmen weiter. Es werde einen CO2-Fussabdruck unterhalb von 18 Gramm/Kilowattstunde haben, womit es die höchsten ESG-Standards zur Nachhaltigkeit einhalte. Auch die Produktionskosten sollen dabei vergleichbar gering sein, wie es von den Unternehmen hieß.

Nähere Angaben machten sie nicht. Es könnte sich allerdings um die Industrialisierung der im Forschungsprojekt „KoMoGER“ vom Fraunhofer ISE und Heckert Solar entwickelten Technologie handeln.

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