Blackstone will ab 2021 in Sachsen Batteriezellen produzieren

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Bereits 2019 hat die Blackstone Resources AG für die geplante Batteriezellproduktion die Blackstone Technology GmbH mit Sitz in Erfurt gegründet. Jetzt teilt das Schweizer Unternehmen, das sich eigenen Angaben zufolge auf die Erschließung von Batteriemetallen sowie die Batterieproduktion konzentriert, den Standort für die geplante Fabrik mit: Im sächsischen Döbeln sollen ab November Administration, Entwicklung und Produktion beheimatet sein. Die Fläche reiche für eine Produktionskapazität von 0,5 Gigawattstunden pro Jahr. „Damit ist die gebäudetechnische Grundlage geschaffen, die bisher entwickelten 3D-Drucktechnologien in die Serienproduktion umzusetzen“, so Blackstone. Im Sommer 2021 soll eine Vorserienproduktion starten. Zurzeit sucht das Unternehmen noch Fachkräfte aus den Bereichen 3D-Druck, Batteriefertigung, Elektrochemie und Administration.

Das Unternehmen strebt die Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriezellen und Lithium-Festkörperbatterien mit Hilfe des 3D-Drucks an und hat sich den Produktionsprozess patentieren lassen. Im August hatte Blackstone gemeldet, die weltweit ersten Vollzellen mit dicken, gedruckten Elektroden hergestellt und erfolgreich getestet zu haben. Vorteile dieses Ansatzes seien neben geringeren Kosten zum einen eine größere Energiedichte sowie eine größere Anzahl von Ladungszyklen: „Der 3D-Druck wird die Produktionskosten halbieren und die Reichweite der Elektrofahrzeuge verdoppeln“, so das Unternehmen. Zudem sei es bei gedruckten Batterien möglich, eine große Anzahl von Zellformaten abzudecken, indem man verschiedene Kathoden- und Anoden-Chemikalien verwende. Mittelfristig will Blackstone komplette Batteriezellen inklusive Gehäuse in sehr hoher Geschwindigkeit drucken. Der Webseite zufolge wird für 2025 eine jährliche Produktionskapazität von drei Gigawattstunden angestrebt, die danach noch weiter ausgebaut werden soll. Ziel sei es, die Kosten deutlich unter 80 Euro pro Kilowattstunde zu bringen.

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