Bidirektionale Ladesäulen für die Amsterdamer Arena installiert

Teilen

Ende Juni 2018 weihten die Projektpartner von The Mobility House, Nissan und Eaton den Drei-Megawatt-Speicher in dem Amsterdamer Fußballstadion Johan Cruiff Arena ein. Er wurde mit Blick auf die Notstromversorgung für die Fußball-EM im nächsten Jahr installiert und besteht aus 148 Batterien aus dem Elektrofahrzeug Nissan Leaf. Dazu ist eine Photovoltaik-Anlage mit einem Megawatt Leistung installiert sowie ein innovatives Lade- und Energiemanagement.

Jetzt sind die ersten 15 bidirektionalen Ladestationen installiert worden, die künftig weitere Vehicle-to-Grid-Anwendungen ermöglichen sollen und die Kapazität des Speichers noch steigern, wie The Mobility House am Montag veröffentlichte. Nach Einwilligung der Fahrzeugeigentümer könnten die Fahrzeuge vor dem Stadion künftig nicht nur geladen werden, sondern intelligent gesteuert und bei Bedarf auch wieder Strom an das Stadium abgeben können. Sukzessive sollen die knapp 2000 Parkplätze mit intelligenter Ladestruktur ausgestattet werden, wie The Mobility House erklärte. Das Stadion werde damit zu einer Art „Energy Hub“ ausgebaut, dass Strom aus erneuerbaren Energien zwischenspeichern könne, um das Stromnetz zu entlasten. Zugleich verringere die Energie der Fahrzeuge die maximale Strombelastung des Stadiums und den Strombezug aus dem Netz. Zugleich werde sichergestellt, dass die Autobatterien rechtzeitig wieder aufgeladen seien, damit die Besucher nach Hause fahren könnten, so The Mobility House.

Es sei das Ziel Amsterdams, V-to-X-Hauptstadt Europas zu werden. Das Projekt sei das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Royal BAM Group, The Mobility House und der Johan Cruijff Arena. Unterstützt wird es von SEEV4City, einer Initiative von Interreg North Sea Region und dem Amsterdam Climate & Energy Fund.