BASF und NGK kündigen deutlich verbesserten Natrium-Schwefel-Speicher an

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Die BASF Stationary Energy Storage, ein Tochterunternehmen des Chemiekonzerns BASF, und der japanische Keramikhersteller NGK Insulators bringen eine neue Version von Natrium-Schwefel- (NaS-) Batterien auf den Markt. Die NAS MODEL L24 genannte Produktneuheit ist eine gemeinsame Entwicklung der beiden Unternehmen. Hervorstechendes Merkmal ist einer Mitteilung zufolge die deutlich verringerte Korrosion in den Batteriezellen und die hierdurch reduzierte Degradationsrate von „weniger als ein Prozent pro Jahr“. Zudem führe ein verbessertes Wärmemanagement in den Batteriemodulen zu einer längeren kontinuierlichen Entladung; NaS-Batterien sind Thermalbatterien, die hohe Betriebstemperaturen um 300 Grad Celsius benötigen. Nicht betroffen von den Modifikationen sei das Container-gestützte Design des Systems.

Dank der Verbesserungen könnten Projekte mit dem neuen Modell „über ihre gesamte Laufzeit mit einer erheblich geringeren Anzahl an NAS-Batteriecontainern realisiert werden“. Die Instandhaltungskosten würden „deutlich“ reduziert. Die Entwicklung sei „ein herausragender Erfolg der Teams von BASF und NGK“, erklärte Frank Prechtl, Geschäftsführer der BASF Stationary Energy Storage. Das NAS MODEL L24 führe für Betreiber sowohl zu geringeren Anfangsinvestitionen als auch zu einer Senkung der langfristigen Projektkosten. Die Einsparungen über die gesamte Projektlaufzeit beträgt demnach „circa 20 Prozent“.

Die beiden Unternehmen kooperieren bereits seit 2019. Die Zusammenarbeit sei Grundlage für den jetzt erreichten Fortschritt, sagte Ryugo Takeda, Vice President und General Manager der Energy Storage Division von NGK. Die erzielte Verringerung der Degradationsrate sei „ein bemerkenswertes Ergebnis für Batteriespeicher“.

Das neue Konzept erfüllt den Angaben zufolge die aktuellen Sicherheitsanforderungen für Energiespeichersysteme wie etwa UL1973 und UL9540A. Die Auslieferungen des NAS MODEL L24 durch BASF sollen „in der zweiten Jahreshälfte 2024“ beginnen. Auf dem japanischen ist die Einführung nach Feststellung der Konformität mit den nationalen Vorschriften geplant.

NaS-Batteriesysteme werden nach Angaben von BASF und NGK seit nunmehr rund 20 Jahren an weltweit mehr als 250 Standorten eingesetzt, die Gesamtkapazität beträgt demnach fast fünf Gigawattstunden für Anwendungen wie Stabilisierung und Nutzungsoptimierung von erneuerbaren Energien, Kappung von Spitzenlasten und Lastausgleich sowie zur Notstromversorgung.

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