Berliner Stadtwerke erreichen 10 Megawatt installierte Photovoltaik-Leistung

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Der Berliner Senat bastelt derzeit an seinem „Masterplan Solarcity“. Erklärtes Ziel ist es dabei, bis 2050 über eine installierte Photovoltaik-Leistung von 4,4 Gigawatt in Berlin zu verfügen, um 25 Prozent des Strombedarfs zu decken. Der Weg dahin ist weit, wenn man sich die aktuellen Zubauzahlen in der Hauptstadt anschaut. Im Herbst will die Stadtregierung ein Konzept für die Umsetzung des Masterplans beschließen.

Die Stadtwerke Berlin meldeten am Freitag nun, dass sie Ende September den „Meilenstein von zehn Megawatt“ installierte Photovoltaik-Leistung erreicht hätten. Auf Berlins Dächern seien acht Hektar Solarmodule installiert worden. Fast die Hälfte davon entfalle auf Wohngebäude. Die zehn Megawatt stellen den Berliner Stadtwerken zufolge rund ein Zehntel der installierten Solarleistung in Groß- und Einfamilienhäusern dar. Seit 2016 habe das Unternehmen mehr als 40 Prozent der in Berlin installierten Solarleistung errichtet.

Mit 4,3 Megawatt entfällt die Hälfte der installierten Photovoltaik-Leistung dabei auf Mieterstrom-Anlagen. Diese seien gemeinsam mit Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften oder Eigentümergemeinschaften umgesetzt worden. Die restlichen 5,7 Megawatt hätten die Stadtwerke auf landeseigenen Immobilien wie Schulen, Sporthallen, Verwaltungs- und Kulturgebäuden, Gefängnissen sowie Feuer- und Polizeiwachen installiert.

Bei aller Freude über den Zubau räumte Geschäftsführerin Kerstin Busch ein: „Die 10 Megawatt sind für uns ein Meilenstein, auch weil wir damit die Zubauspitze in Berlin markieren, aber wir wissen auch, dass wir das Tempo kräftig steigern müssen, um die Klimaziele der Stadt zu erreichen.“ Bis zum Jahresende sollen so Photovoltaik-Anlagen mit weiteren insgesamt zwei Megawatt hinzukommen. Nach eigenen Angaben haben die Berliner Stadtwerke bislang 30,4 Millionen Euro in erneuerbare Energien investiert. Das meiste Geld sei dabei in neue Photovoltaik-Anlagen geflossen.