Hansesun Austria kritisiert Kürzung der Fördersätze für Photovoltaik-Speicher

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Allgemein herrschte Erleichterung, nachdem der Nationalrat in seiner letzten Sitzung vor der Wahl in der vergangenen Woche die Novelle zum Ökostromgesetz beschloss und damit die Weichen für die Förderung von Photovoltaik und Stromspeichern in den kommenden Jahren stellte. Das Volumen der Investitionsförderung für Photovoltaik-Anlagen wurde für das kommende Jahr von jährlich 12 auf 24 Millionen Euro und für Speicher von 6 auf 12 Millionen Euro verdoppelt. Gleichzeitig beschlossen die Abgeordneten aus fünf Parteien, dass der Investitionszuschuss ab dem kommenden Jahr von 500 auf 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität gesenkt wird.

Dies kritisiert Hansesun Austria, das sich selbst als österreichischer Photovoltaik-Marktführer bezeichnet. Mehr als 5000 Österreicher könnten durch die Kürzung leer ausgehen, heißt es vom Unternehmen. „Mit dem Beschluss ist das Stromspeicher-Geschäft in Österreich sehr schwierig geworden“, erklärte Marketingleiter Andreas Müller. Hansesun Austria ist überzeugt, dass unter den alten Förderbedingungen mehr als 5000 Österreicher gern in einen Photovoltaik-Speicher investiert hätten.

Diese Zahl ergebe sich aus den Anträgen für die Förderung, die 2018 und 2019 gestellt wurden, aber aufgrund des Volumens nicht zum Zuge kamen. Das Budget ist weitgehend von einigen Großanlagen ausgeschöpft worden, die bis zu 500.000 Euro für ihre Stromspeicher erhalten hätten. „Industrie und große Gewerbebetriebe haben ihre Großanlagen zu den alten, guten Bedingungen fördern lassen. Den kleinen, privaten Anlagen bietet man jetzt die neuen, schlechten Bedingungen an“, kritisiert Müller. Er fürchtet daher, dass sich dies nicht nur negativ auf die Nachfrage nach Speichern, sondern auch auf den Bau von privaten Photovoltaik-Anlagen im Land auswirken könnte.

Nach den Erfahrungen von Hansesun Austria werden Photovoltaik-Anlagen zunehmend gemeinsam mit Speichersystemen nachgefragt. „Die Menschen möchten einen echten Beitrag zum Klimaschutz leisten. Sie wollen sich aus Sonnenstrom selbst versorgen“, sagt Müller. Wenn ein Stromspeicher nicht rentabel sei, könnten sich die Menschen nun auch komplett gegen den Bau einer Photovoltaik-Anlage entscheiden, so seine Befürchtung. Es brauche „„eine vernünftige Lösung für die geprellten Förderwerber aus den Jahren 2018 und 2019, die immer noch auf der Warteliste stehen“. Aus seiner Sicht ist es ein „echter Skandal“, wenn Gewerbebetriebe hoch gefördert und Privathaushalte mit einer reduzierten Förderung abgespeist würden.