HTW-Studie listet Hemmnisse für den Ausbau der Photovoltaik auf

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„Es braucht eine Vereinfachung und Verbesserung des Rahmens für die Energiewende als Gemeinschaftsaufgabe.“ Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Studie der Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin). Demnach könnte die Photovoltaik das Rückgrat der Energiewende sein, wenn diese tatsächlich konsequent umgesetzt würde. Ihr Ausbau werde jedoch von Hemmnissen und Hürden auf allen Ebenen behindert. „Die Hauptverantwortung für die unzureichenden Rahmenbedingungen liegt auf der Bundesebene“, sagt HTW-Professor und Mitautor Volker Quaschning. Als Beispiele führt er in seinen Augen fragwürdige Entwicklungen und Regelungen im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) und im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) an.

Das Spektrum der Probleme ist weit gefasst. Es reicht laut Studie von dem irreführenden Mechanismus des sogenannten Zubaukorridors über die Komplexität der Meldepflichten bis hin zu sinkenden Vergütungszahlungen, einer undurchsichtigen Unterscheidung bei der lokalen Nutzung von Solarenergie oder der Altersstruktur von investitionsunwilligen Gebäudeeigentümern. Das haben die Untersuchungen der Studienautoren in Berlin ergeben, wo sie „gesucht, gesammelt und zugehört“ haben. Denn das eigentliche Ziel der Forschungsgruppe mit ihrer Studie war, wie sich Berlin besser und schneller auf den Weg zur solaren Stadt machen kann. Herausgekommen ist bisher – die Studie ist noch nicht abgeschlossen – eine über 50 Folien umfassende Zusammenstellung von Hürden und Hemmnissen, die insgesamt den Ausbau der Photovoltaik behindern.

„Man kann den Eindruck gewinnen, dass der Gesetzgeber auf der Bremse steht, obwohl die Klimakrise und auf politischer Ebene erklärte Ziele entschlossenes Handeln erforderlich machen“, so Quaschning. Um diese Bremse zu lösen, haben die Studienautoren auch lösungsorientierte Änderungsvorschläge als Denkanstöße gesammelt.