Manz will 2019 profitabel werden

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Die Manz AG sieht sich auf einem guten Kurs. Sowohl Umsatz als auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden, wie aus dem am Donnerstag vorgelegten Geschäftsbericht für 2018 hervorgeht. Der Umsatz sei um 11,6 Prozent auf 296,9 Millionen Euro gestiegen. Das EBIT erhöhte sich vor nicht-operativen Sondereffekten um mehr als 35 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro. Allerdings durch einen Sondereffekt – zurückgehend auf einen Brandschaden am Standort Taiwan in Höhe von 5,1 Millionen Euro – blieb unter dem Strich ein EBIT-Verlust von 3,4 Millionen Euro.

Dennoch sieht Vorstandschef Martin Drasch die Trendwende geschafft. Das Geschäftsmodell von Manz sei konsequent auf Profitabilität ausgerichtet. Langfristig sei es das Ziel, wieder EBIT-Margen um die zehn Prozent zu erreichen. Das Produktportfolio solle dafür auch im laufenden Geschäftsjahr um standardisierte technologische Module erweitert werden, die entsprechend den individuellen Kundenanforderungen flexibel zu unterschiedlichsten Anlagen kombiniert werden können. Gleichzeitig habe der Vorstand ein Programm zur weiteren Steigerung der Wertschöpfung in der internen, internationalen Zusammenarbeit gestartet.

Im laufenden Jahr sei mit deutlichen Auftragssteigerungen in den Segmenten Energy Storage und Electronics zu rechnen. Auch im Photovoltaik-Geschäft geht Manz ab Jahresende von Folgeaufträgen für seine CIGS-Technologie aus. Der Auftragsbestand insgesamt haben Ende 2018 bei 215,2 Millionen Euro gelegen. Basierend darauf und den geplanten neuen Aufträgen rechne Manz im laufenden Jahr mit einer Umsatzsteigerung zwischen 10 und 14 Prozent. Zudem werde eine positive EBIT-Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich angestrebt.

Eine Umsatzsteigerung werde in allen Segmenten – mit Ausnahme des Solargeschäfts – erwartet. Aufgrund der Fortschritte im Projektverlauf der CIGS-Großaufträge gehe der Manz-Vorstand in diesem Segment von einer negativen Umsatzentwicklung aus. Zudem würden die erwarteten Folgeaufträge wohl in diesem Jahr nicht mehr umsatzwirksam. Im vergangenen Jahr hatte Solar noch wesentlich zur Verbesserung des EBIT beigetragen. Der Gewinn in diesem Segment belief sich Manz zufolge auf 14,4 Millionen Euro.