Mann+Hummel soll CMBlu bei der Kommerzialisierung der Redox-Flow-Großspeicher helfen

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Die CMBlu Energy AG hat einen weiteren Industriepartner gewonnen. Mit der Mann+Hummel GmbH sei eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung und Industrialisierung von Energiewandlern für organische Redox-Flow-Batterien unterzeichnet worden, hieß es am Donnerstag. Die Unternehmen sollten damit sowohl die Entwicklung von kosteneffizienten großtechnischen Batteriespeichern als auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge voranbringen. Bereits im November 2018 hatte das Start-up mit Schaeffler eine langfristige Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet.

Bereits seit 2014 forscht und entwickelt CMBlu an Redox-Flow-Batterien mit organischen Elektrolyten aus Lignin. Diese Batterien bestehen im Wesentlichen aus zwei Tanks mit Elektrolyt-Flüssigkeit und einem Energiewandler. Diese Wandler sind aus einer Vielzahl von aneinander gereihten Zellen aufgebaut – den sogenannten Batterie-Stacks. Die Flüssigkeiten werden durch die Batterie-Stacks gepumpt und nach Bedarf aufgeladen oder entladen.

Mittlerweile hat CMBlu nach eigenen Angaben die Prototypenreife erreicht. Der langfristige Kooperationsvertrag mit Mann+Hummel regele die weitere Entwicklung und Industrialisierung der Energiewandler. Das operative Management übernehme das Spin-Off i2M des Industriepartners. Zudem plane Mann+Hummel im nächsten Schritt eine komplette Fertigungslinie in seinem Werk aufzubauen. CMBlu werde währenddessen in den kommenden zwei Jahre ausgewählte Pilotprojekte realisieren. Ab 2021 sei die Vermarktung der ersten kommerziellen Großspeicher mit der neuen Technologie geplant.

Die Leistung der Redox-Flow-Batterien ist CMBlu zufolge durch die hohe Anzahl möglicher Stacks leicht vervielfachbar. Auch die Kapazität sei skalierbar und lasse sich durch die Größe der Tanks definieren. Es sei eine flexible Anpassung an die jeweiligen Anwendungsbereiche möglich. Für eine kosteneffiziente Massenproduktion seien wichtigsten Komponenten im Stack an den organischen Elektrolyten angepasst worden, hieß es weiter. Nahezu die vollständige Wertschöpfungskette für die Stacks lasse sich lokal abgedecken. Es kämen auch keine seltenen Erden oder Schwermetalle zum Einsatz. Durch die wässrigen Elektrolyte sind die Systeme CMBlu zufolge nicht entflammbar oder explosiv.