Daimler kauft für mehr als 20 Milliarden Euro Batteriezellen auf dem Weltmarkt für Elektro-Offensive

Teilen

Daimler hat zur Absicherung seiner Elektrofahrzeug-Offensive Batteriezellen für mehr als 20 Milliarden Euro gekauft. „Unsere Elektro-Offensive nimmt weiter Fahrt auf. Nach Milliarden-Investitionen in die Entwicklung der Elektro-Flotte und den Ausbau unseres globalen Batterienetzwerks gehen wir jetzt den nächsten Schritt“, erklärte Dieter Zetsche, Vorstandschef der Daimler AG, am Dienstag. Bei Mercedes-Banz Car sei geplant, bis 2022 insgesamt 130 elektrische Fahrzeugvarianten zu entwickeln. Hinzu kämen noch elektrische Transporter, Busse und Lkw, so Zetsche weiter. Insgesamt zehn Milliarden Euro investiere Daimler in den Aufbau seiner Elektro-Flotte. Das Ziel des Stuttgarter Autobauers mit der Elektro-Offensive ist es, bis 2025 etwa 15 bis 25 Prozent des Gesamtabsatzes mit batterieelektrischen Fahrzeugen zu erzielen.

Mehr als eine Milliarde Euro sollen in den globalen Batterie-Produktionsverbund innerhalb des Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars fließen, hieß es bei Daimler weiter. Für die Batteriemontage in seinen acht Fabriken auf drei Kontinenten kaufe der Autokonzern die Batteriezellen auf dem Weltmarkt zu. Die jetzt abgeschlossene Beauftragung für Batteriezellen reiche bis ins Jahr 2030.

Bislang ist nur eine Fabrik – im sächsischen Kamenz – bereits in der Serienproduktion der Batterien für Elektrofahrzeuge. Am Standort entsteht noch ein zweites Werk, das Anfang 2019 die Massenproduktion aufnimmt. Die übrigen Fabriken für die Batteriemontage seien an den deutschen Standorten Stuttgart – dort auch zwei Werke – und Sindelfingen sowie Standorten Peking (China), Bangkok (Thailand) und Tuscaloosa (USA) geplant. In der lokalen Fertigung der Batterien für die Elektrofahrzeuge sieht Daimler einen wichtigen Erfolgsfaktor seiner Strategie. Zudem könne es so die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen flexibel bedienen.

Daimler kündigte zudem die Ausweitung der Kompetenzen zur technologischen Evaluierung von Zellen sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an. Dies sei ein „integraler und wichtiger Baustein“ der Elektrostrategie. Dabei gehe es um die kontinuierliche Optimierung der Lithium-Ionen-Batteriesysteme, die Weiterentwicklung der zugekauften Batteriezellen sowie die Erforschung von Post-Lithium-Ionen-Systemen.