BMZ übernimmt TerraE und will Batteriezellfertigung in Deutschland allein forcieren

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Die TerraE Holding GmbH wird künftig von der BMZ Group allein fortgeführt. Das im Mai als Konsortium gegründete Unternehmen will eine Batteriezell-Fertigung im Gigawattmaßstab in Deutschland aufbauen. BMZ kündigte am Freitag an, in die TerraE Holding zu investieren sowie die Tochtergesellschaft in Dresden, die TerraE Engineering GmbH, zu übernehmen. BMZ-Vorstandschef Sven Bauer wird nun auch Geschäftsführer des Unternehmens.

Im Oktober waren die Gerüchte über die Auflösung des Konsortiums öffentlich geworden, da keine der beteiligten Firmen und Forschungsinstitute neues Kapital investieren wollte. Die ursprünglichen Pläne sahen vor eine Batteriezellfertigung von jährlich 34 Gigawattstunden bis 2028 in Deutschland aufgebaut werden. Zu Beginn des Jahres wurde dafür das Projekt „Fab4Lib“ mit 19 Partner gestartet, um innovative Lösungen entlang der Wertschöpfungskette der Lithium-Ionen-Technologie zu erforschen und diese in Demonstratoren zu validieren. Am Ende sollten konkurrenzfähige Produktionseinheiten mit Jahreskapazitäten von etwa sechs Gigawatt stehen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf einer Konferenz in Berlin verkündet, dass er eine Milliarde Euro in seinem Haushalt eingestellt hat, um Konsortien für eine großserielle Batteriezellfertigung bis 2021 zu unterstützen. Zudem veröffentlichte er ein Thesenpapier zu dem Thema. So will er erreichen, dass bis 2030 insgesamt 30 Prozent der Batteriezellen weltweit aus deutscher oder europäischer Produktion stammen. Für den Jahreswechsel kündigte er zudem an, dass es wohl die Etablierung eines neuen Konsortiums in Deutschland geben werde.