Photovoltaik-Zubau bei knapp 270 Megawatt im Juli

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Im Juli sind in Deutschland 269,655 Megawatt an neuen Photovoltaik-Anlagen bei der Bundesnetzagentur gemeldet worden. Nach der Veröffentlichung der Bonner Behörde von Freitag entfielen 224,646 Megawatt auf Photovoltaik-Dachanlagen und 45,009 Megawatt auf im Anlagenregister verzeichnete Freiflächenanlagen. Gegenüber dem Juni ist es ein leichter Rückgang des Zubaus, damals betrug der Wert 342,5 Megawatt, allerdings waren davon knapp 159 Megawatt Freiflächenanlagen.

Die veröffentlichten Daten zeigen, dass von den im Melderegister verzeichneten 7630 Photovoltaik-Dachanlagen tatsächlich 5315 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 160 Megawatt auch im Juli in Betrieb genommen wurden. Alle anderen Anlagen sind Vor- oder Nachmeldungen. Im Anlagenregister sind 44 Freiflächenanlagen mit dem Inbetriebnahmedatum im Juli neu gemeldet worden, wie auch den Daten hervorgeht. Nur vier Solarparks überschreiten dabei die Leistungsgrenze von einem Megawatt. Die überwiegende Mehrheit sind Photovoltaik-Freiflächenanlagen, die knapp unter der Ausschreibungsgrenze von 750 Kilowatt liegen.

Dagegen weiter sehr verhalten sind die Fortschritte beim Mieterstrom. Im Juli sind 23 neue Photovoltaik-Mieterstromprojekte mit einer Gesamtleistung von fast 344 Kilowatt neu gemeldet worden. Nur drei der Anlagen sind im Juli in Betrieb gegangen, die restlichen Projekte in den Monaten davor. Seit Einführung des Mieterstromzuschlags im Juli 2017 sind damit gerade einmal 162 Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt gut vier Megawatt Leistung auf Mietshäusern installiert und für den Zuschlag bei der Bundesnetzagentur gemeldet worden.

Deutschland ist dennoch weiter auf einem guten Weg, in diesem Jahr das politische gewollte Zubauziel von 2500 Megawatt neu installierter Photovoltaik-Leistung jährlich zu erreichen. In den ersten sieben Monaten sind bei der Bundesnetzagentur bereits neue Anlagen mit gut 1600 Megawatt Gesamtleistung neu gemeldet worden. Die insgesamt in Deutschland installierte Leistung der nach dem EEG geförderten Photovoltaik-Anlagen stieg bis Ende Juli auf 44.593 Megawatt.

Die Höhe der Solarförderung für Photovoltaik-Dachanlagen sowie die Erlösobergrenze bei der Direktvermarktung sinkt im September um ein weiteres Prozent. Die festen Einspeisevergütungen für Dachanlagen bis 100 Kilowatt Leistung liegen im August bei 10,39 Cent für Dachanlagen über 40 und bis 100 Kilowatt, 11,62 Cent für Dachanlagen über 10 und bis 40 Kilowatt sowie 11,95 Cent pro Kilowattstunde für Dachanlagen bis 10 Kilowatt. Alle sonstigen Photovoltaik-Anlagen bis 100 Kilowatt Leistung erhalten einen Tarif von 8,27 Cent pro Kilowattstunde. Bei der Direktvermarktung, die für Photovoltaik-Anlagen ab 100 Kilowatt Leistung verpflichtend ist, bewegt sich der anzulegende Wert im August zwischen 8,67 und 12,35 Cent pro Kilowattstunde. Auch im Oktober werden die Photovoltaik-Einspeisetarife und Erlösobergrenzen nochmals um ein Prozent fallen.