Energytrend erwartet neue Preisrunde bei Solarzellen nach Ende des Mindestimportpreises in der EU

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Eine Reihe politischer Entscheidungen bewegen gerade den Photovoltaik-Markt – beispielsweise die Verschiebung der Anhörung zu den Schutzzöllen in Indien, das Ende der Mindestimportpreise in der EU, die Aufnahme von Photovoltaik-Produkten in die zweite Welle der Zölle nach Section 301 in den USA oder die Diskussionen über den Zubau von ungeförderten Photovoltaik-Kraftwerken in China. Vor diesem Hintergrund wird aus Sicht von Energytrend den Photovoltaik-Preisen künftig eine Schlüsselrolle zukommen.

Den chinesischen Markt für Polysilizium beschreibt Energytrend zurzeit als stabil. Die Preise haben sich demnach kaum bewegt, und die Inlandsproduktion soll im September ungefähr so ​​hoch sein wie im August. Bei multikristallinen Wafern verzeichnet Energytrend eine schwächere Nachfrage. Angesichts hoher Lagerbestände hätten die Hersteller begonnen, die Produktion zu reduzieren, trotzdem seien die Preise gesunken. Auch Produkte aus schwarzem Silizium seien billiger geworden. Bei monokristallinen Wafern sei der Preis stabil geblieben.

Bei Solarzellen hat Energytrend einen Rückgang der Preise beobachtet, vor allem bei hocheffizienten monokristallinen Zellen. Nach dem Ende der Mindestimportpreise in der EU werde eine neue Runde des Preiskampfs erwartet, vor allem da das Angebot von in China hergestellten Solarzellen auf dem europäischen Markt den Druck auf taiwanesische Hersteller erhöhe. Für weitere Unsicherheit sorge die vertagte Anhörung zu Schutzzöllen in Indien. Bei multikristallinen Zellen sei der Preisdruck nicht so stark ausgeprägt.

Den Modulmarkt beschreiben die taiwanesischen Analysten als stabil und die Auslastung vieler Hersteller als hoch. Die Preise seien weitgehend stabil geblieben, vor allem auf dem chinesischen Inlandsmarkt. Auf dem Überseemarkt seien die Preise leicht gesunken. Für herkömmliche multikristalline Solarmodule geben die Analysten die Preise mit durchschnittlich 26,5 US-Dollarcent pro Watt an – bei einer Spanne von 22,8 bis 28,5 US-Dollarcent pro Watt. Bei herkömmlichen sowie hocheffizienten monokristallinen Solarmodulen hätten sich die Preise außerhalb Chinas in den vergangenen Tagen zwischen 24,9 und 40,0 US-Dollarcent pro Watt respektive 27,6 und 41,5 US-Dollarcent pro Watt bewegt. Der Durchschnittspreis der monokristallinen Solarmodule sei dabei auf 30,0 US-Dollarcent gesunken.