Manz schlägt Kapital aus Photovoltaik-Innovation

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Die Manz AG hat einen Großauftrag über mehr als 20 Millionen Euro für eine Pilotlinie zur Laserstrukturierung von Bandstahl erhalten. Auftraggeber sei einer der weltweit größten Eisen- und Stahlunternehmenskonglomerate, hieß es am Dienstag von dem Reutlinger Anlagenbauer. Die Umsätze und Erträge aus der Bestellung erwartet Manz, in diesem und dem kommenden Geschäftsjahr verbuchen zu können.

Die bislang einzigartige Pilotlinie basiert auf einem Laserprozess, den der Anlagenbauer ursprünglich für die Strukturierung von Photovoltaik-Dünnschichtmodulen entwickelt habe. Er sei nun auf die Anforderungen der Stahlindustrie übertragen sowie mit der Firma Trumpf und dem Kunden weiterentwickelt worden. Nun lasse sich Bandstahl per Laser mit dem neuen Verfahren strukturieren, der dann bei der Herstellung elektronischer Komponenten genutzt werde.

„Aus unseren langjährigen Aktivitäten im Geschäftsbereich Solar kennen wir die Herausforderungen der Industrie bei der Laserstrukturierung: Hohe Durchsatzraten bei sehr hoher Präzision und Qualität der Strukturierung“, erklärte Manz-Vorstand Martin Drasch. „Die Linie wird weltweit die erste ihrer Art sein und bietet für uns entsprechendes Potenzial zur Ausstattung weiterer Stahlwerke.“ In die Entwicklung der Pilotlinie soll auch das neue Laser-Kompetenzzentrum vom Manz, das kürzlich in Reutlingen gegründet wurde, eingebunden sein. Es soll maßgeblich dazu beitragen, Innovationen zur Marktreife zu bringen und somit neue Umsatz- und Ergebnispotenziale zu erschließen.