US-Regierung schlägt 10-Prozent-Importzoll für Wechselrichter, AC-Module und Nicht-Lithium-Batterien aus China vor

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Seit Monaten beobachten die chinesischen Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern nervös, wie der Handelskrieg zwischen den USA und China eskaliert. Während Unternehmen wie Huawei und Sungrow nach den Ergebnissen der vorherigen Runden erleichtert aufatmeten, traf es sie nun mit der Ankündigung vergangene Nacht.

Am 11. Juli veröffentlichte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer eine Liste mit hunderten Produkten aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar, für die die US-Regierung einen zehnprozentigen Zoll vorschlägt. Dies sei die Vergeltung für die von China verhängten Zölle auf US-Exporte von bis zu 50 Milliarden US-Dollar.

Während die Liste viele landwirtschaftliche und chemische Produkte sowie Rohstoffe umfasst, sind dem Handelsanwalt John Smirnow zufolge auch Wechselrichter (Produktcode 8504.40.95), AC-Module (Solarzellen mit angeschlossenen Mikrowechselrichtern) (8501.61.00), und andere Batteriespeicherprodukte als solche, die Lithium-Ionen-Technologie verwenden, enthalten.

Diese neuen Zölle werden im Zuge des Section 301-Verfahrens vorgeschlagen. Wie bereits bei den vorherigen Runden in diesem Verfahren werden die Zölle nun einem Überprüfungsverfahren unterzogen, bevor sie wirklich verhängt werden. Für kristalline Solarzellen und -module läuft derzeit eine solche Überprüfung.

Die Anhörung für den aktuellen Vorschlag wird vom 20. bis 23. August stattfinden. Die Einreichungsfrist für Dokumente für diese Anhörung ist der 27. Juli. Schriftliche Stellungnahmen können bis zum 17. August eingereicht werden.

Weitere Analysen zu dem Vorschlag und die Auswirkungen auf dem Markt finden Sie auf www.pv-magazine-usa.com