Monokristalline PERC-Module dominieren bei Chinas Top-Runner-Programm

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Die dritte Bewerbungsphase für Chinas Top-Runner-Programm 2017 ist beendet. Nach Angaben von Trendforce kommen bei 67 Prozent aller erfolgreichen Projekte monokristalline PERC-Module zum Einsatz, darunter konventionelle, hocheffiziente und bifaziale PERC-Module. Die anderen Projekte setzen demnach meist auf multikristalline p-PERC-Module und bifaziale n-PERT-Module. Bei p-type-Produkten sollen schwarzes Silizium und Rückseitenpassivierung die Leistungen verbessern. Die Projekte, die beim Top-Runner-Programm einen Zuschlag erhalten, sollen die technologische Entwicklung der Photovoltaik-Industrie vorantreiben und die Marktnachfrage erhöhen.

Wie Trendforce mit Blick auf die Spezifikationen von Zellen und Modulen weiter schreibt, ist es für konventionelle Produkte kein Problem, die technischen Anforderungen zu erfüllen. Mehr Unsicherheiten gebe es für bifaziale Module, da Kaufentscheidungen hauptsächlich auf der Moduleffizienz auf der Vorderseite basieren würden und es keine effektive Berechnung der Effizienz auf der Rückseite von Modulen gebe. Module mit höherem Wirkungsgrad würden für Kraftwerksbetreiber relativ niedrigere Stromgestehungskosten bedeuten, wodurch sie eine höhere Einspeisevergütung erhalten können.

Angesichts der abgegebenen Angebote und der Entwicklung fortschrittlicher Zelltechnologie in diesem Jahr gehen die Analysten von Trendforce davon aus, dass monokristalline PERC-Module die beliebtesten Produkte bleiben werden, während sich die Entwicklung bifazialer Module beschleunigt, da deren Rückseite zusätzliche Energie erzeugen kann. Auf der anderen Seite würden n-type-Zellen und andere Zellprodukte der neuen Generation durch die Ausweitung der Produktion und die steigende Effizienz zunehmend Marktanteile gewinnen.

Auf der Nachfrageseite ist der Bedarf an monokristallinen Modulen im Mai stark, teilt Trendforce weiter mit. Die Preise für monokristalline Module bleiben demnach stabil, da Angebot und Nachfrage ausgeglichen sind. Im Vergleich dazu sei bei multikristallinen Modulen aufgrund des schlechteren Preis-Leistungs-Verhältnisses die Nachfrage schwächer. Für die Modulhersteller seien die Produktionskosten weitgehend gleich, aber die Leistung von monokristallinen Modulen könne zehn Watt höher sein als bei multikristallinen Modulen. Diese Marktsituation werde sich bis zum 30. Juni kaum ändern, sofern es nicht neue Anreize für die Nachfrage nach multikristallinen Modulen gebe.