Eon hält am dezentralen Photovoltaik-Geschäft fest

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In den Ankündigungen von Eon und RWE wird über die Fokussierung auf Kerngeschäfte gesprochen. RWE will zu einem führenden europäischen Stromerzeuger bei den erneuerbaren Energien werden, kombiniert mit der Versorgungssicherheit aus konventionellen Kraftwerken und dem Energiehandel. Eon will sich zu einem hochgradig fokussierten Betreiber europäischer Energienetze und Anbieter moderner Kundenlösungen entwickeln, um nach eigenen Aussagen als Innovationstreiber die Energiewende in Europa voranzutreiben. Was das für die Photovoltaik bedeutet, erklärt Sebastian Eisenberg, zuständig für das deutsche Solargeschäft bei Eon, in einem pv magazine-Interview.

Bedeuten die jüngsten Ankündigungen, dass Eon seine Angebote für private und gewerbliche Photovoltaik-Anlagen sowie Freiflächenanlagen aufgibt?

Sebastian Eisenberg (Foto): Nein, denn unter dem Bereich Kundenlösungen verbirgt sich das Endkundengeschäft, also B2C und B2B. Sämtliche dezentrale Solarlösungen für Privat- als auch Geschäftskunden sowie das Investoren-Segment regionaler Photovoltaik-Anlagen, wie beispielsweise der Solarpark in Hassel in Sachsen-Anhalt mit 7,8 Megawatt, der sich aktuell im zweiten Bauabschnitt befindet, werden wir weiterhin bei Eon erfolgreich umsetzen.

Was umfasst die dezentralen Photovoltaik-Anlagen genau?

Wir sehen einen klaren Trend der Dezentralisierung, also bei den Kunden vor Ort. Energie wird immer öfter regional erzeugt, gespeichert und auch vor Ort verbraucht. Daher setzen wir unseren Schwerpunkt auf die Entwicklung, Planung, Installation, Wartung und Betreuung von Photovoltaik-Anlagen, aber auch die Weiterentwicklung digitaler Lösungen wie beispielsweise der Eon-Solarcloud.

Also wird es mit der Eon-Solarcloud auch in Zukunft weitergehen?

Auf jeden Fall, wir haben ja erst vor wenigen Monaten unsere Eon-Solarcloud weiterentwickelt und bieten unseren Kunden nun auch an, den eigenen Solarstrom virtuell ohne die bisher übliche Batterie zu speichern. Darüber hinaus wollen wir auch in Zukunft weitere digitale Lösungen und auch die Verknüpfung beispielsweise zur Elektromobilität und der Wärmeversorgung angehen.

In der aktuellen Märzausgabe des pv magazine Deutschland ist die „Transformation der Energiebranche“ ein Schwerpunkt. Dabei haben wir einen Blick auf aktuelle Entwicklungen geworfen und unter anderem auch dafür mit Sebastian Eisenberg über Eons Photovoltaik-Pläne esprochen.

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