Base Energy startet Serienfertigung seines Photovoltaik-Batteriewürfels

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Base Energy hat nach einem Jahr Entwicklungsarbeit jetzt die Serienproduktion seines Batteriewürfels „Solcube“ gestartet. Produziert wird der Photovoltaik-Generator bei der Firma Consys in Wien, teilte das Wiener Start-up nun mit. Der zertifizierter Batterie-Würfel mit jeweils 43 Zentimeter Seitenlänge, eingebauter Steckdose und einem Gewicht von 18 in der kleinen beziehungsweise 25 Kilogramm in der großen Version soll künftig beim Camping oder in Schrebergärten Dieselgeneratoren ersetzen. Er wird mit herkömmlichen Photovoltaik-Modulen aufgeladen.

„Dass wir uns bisher vor allem auf Camping fokussiert haben, hat auch vertriebliche Gründe. Wir erreichen diese Kunden sehr gut über unsere Facebook-Seite“, sagt Base-Energy-Gründer Simon Niederkircher auf Nachfrage von pv magazine. Die Photovoltaik-Generatoren seien aber ebenso in anderen Bereichen gut einsetzbar: auf Jagdhütten und Festivals oder in Schrebergärten – aber auch für Offgrid-Anwendungen in Entwicklungsländern zum Beispiel in Afrika. „Wir haben zwei Generatoren bereits nach Nigeria geliefert. Für die Zukunft müssen wir ausloten, in welchen Märkten wir mit überschaubarem Risiko den Solcube vertreiben können“, sagt Niederkircher.

Dieses Jahr will das Unternehmen 200 Stück seiner Batterie-Würfel in zwei Versionen produzieren. Den „Solcube“ gibt es dabei als Basis-Version mit einer 200-Watt-Blei-Batterie und einer speicherbaren Energie von 384 Wattstunden oder als Pro-Version mit einer 1000-Watt-Lithium-Ionen-Batterie mit einer speicherbaren Energie von 720 Wattstunden. „Wir wollen mit den zwei Versionen auch testen, wer unseren Solcube in welchem Format nachfragt“, sagt Niederkircher. „Auf Nachfrage bauen wir je nach dem Bedarf beim Kunden auch individuelle Versionen.“ Nach Angaben des Unternehmens reicht die Basis-Version, um einen Camping-Wagen 38 Stunden mit Licht zu versorgen oder den Laptop vier Mal aufzuladen.

Gemeinsam mit seinem Bruder hat Niederkircher den „Solcube“ in der Garage ihres Wohnhauses im 21. Wiener Gemeindebezirk innerhalb eines Jahres entwickelt. Bisher hat sich das Jungunternehmer größtenteils aus eigenen Mitteln finanziert. „Bei verschiedenen Start-up-Wettbewerben haben wir außerdem Gewinne im einstelligen Bereich erzielt“, sagt der Firmengründer. Eine Crowdfunding-Aktion Mitte vergangenen Jahres konnte Base Energy indes nicht erfolgreich abschließen. Nun sollen bis zum Sommer neue Vertriebspartner im In- und Ausland gewonnen werden.