Erneuter Ansturm auf die Solarförderung in Österreich

Am 9. Januar um 17 Uhr fiel der Startschuss für die Solarförderung in Österreich. Wie in den Vorjahren gab es auch in diesem Jahr wieder einen enormen Ansturm. Die Förderstelle OeMAG verzeichnete in den ersten fünf Minuten die Registrierung von 3000 Antragstellern und damit einen noch größeren Ansturm als im Vorjahr. „2017 erreichten wir die 3000er-Marke erst nach 10 Minuten“, erklärte OeMAG-Vorstand Magnus Brunner am Mittwoch. In der Vergangenheit war der Server aufgrund des Ansturms schon zusammengebrochen. Hier hat die Förderstelle aber nachgerüstet.

Die enorme Eile der österreichischen Photovoltaik-Investoren kam durchaus überraschend. Das Land hat in diesem Jahr seine Solarförderung umgestellt. So ist nicht mehr der Zeitpunkt der Antragstellung entscheidend. Die Höhe des solaren Eigenverbrauchs ist seit diesem Jahr entscheidend für die Reihung der Anträge. Je mehr Solarstrom die Photovoltaik-Anlagenbetreiber selbst verbrauchen, um so höher sind ihre Chancen auf die Förderung. Die Reihung der Anträge wird die Förderstelle sieben Tage nach Einreichen vornehmen. Allerdings können auch danach noch Anträge abgegeben werden.

Der österreichische Photovoltaik-Verband Photovoltaic Austria (PVA) hatte die Umstellung der Förderung gefordert und begrüßt. Damit könnten die Mittel für mehr Photovoltaik-Anlagen ausgeschüttet werden. „Wir erwarten durch das freiwerdende Fördervolumen des Eigenverbrauchs einen Anstieg des Ausbaus zwischen 30 und 40 Prozent“, so Hans Kronberger vom PVA. Damit könnte es ein Rekordjahr für die Photovoltaik in Österreich werden. Neben den acht Millionen Euro, die im Zuge der jetzt geöffneten Investförderung vergeben werden, liegt dies auch an dem zweiten Fördertopf den es in diesem Jahr gibt. Ab dem 12. März können die Anträge für einen Investitionszuschuss für Photovoltaik-Anlagen samt Speicher bei der OeMAG gestellt werden. Dafür sind 15 Millionen Euro vorgesehen, wovon mindestens neun Millionen Euro auf Photovoltaik-Anlagen entfallen sollen. „Auch die nun mögliche Errichtung von Mehrparteienanlagen lässt uns 2018 ein absolutes Rekordjahr erwarten“ so Kronberger weiter.

Übersicht über die Photovoltaik und Speicherförderung in Österreich von PVA: