Nettogewinn bei Jinko Solar im dritten Quartal eingebrochen

Im dritten Quartal 2017 hat die Jinko Solar Holding Co., Ltd. einen Modulabsatz von 2374 Megawatt erzielt. Dies sei ein Rückgang um 17,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal, jedoch fast 50 Prozent mehr gegenüber dem dritten Quartal 2016, teilte der chinesische Photovoltaik-Hersteller am Donnerstag mit. Dabei habe Jinko Solar einen Umsatz von 964,8 Millionen US-Dollar erreicht – 19 Prozent weniger als im Vorquartal, aber 20,4 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Bruttomarge für das dritte Quartal 2017 beziffert Jinko Solar mit 12 Prozent. Der Nettogewinn des chinesischen Photovoltaik-Herstellers ist gegenüber beiden Vergleichzeiträumen massiv zurückgegangen und lag bei gerade einmal 1,7 Millionen Dollar.

Vorstandschef Kangping Chen zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen. Die Modullieferungen hätten am oberen Ende der Erwartungen gelegen. Beim Umsatz und der Bruttomarge zeigten sich erste Erfolge der Kostensenkungsmaßnahmen und der Reduzierung von OEM-Modulfertigungen, so der Jinko-Solar-Chef weiter. Nach seiner Aussage war die Nachfrage in China auch im dritten Quartal weiter sehr stark. Zudem sei der Markt für kleinere, dezentrale Photovoltaik-Anlagen massiv gewachsen. Mit Blick auf die anstehende Entscheidung zur Suniva/Solarworld-Section 201-Petition in den USA erklärte Chen, er glaube an eine langfristige Wachstumsperspektive des US-Marktes, egal welche Maßnahmen Präsident Trump verkünden werde. Jinko Solar wolle nach der finalen Verkündung seine Strategie für den Markt entsprechend anpassen.

Für den europäischen Photovoltaik-Markt sehe Jinko Solar deutliche Wachstumszeichen. Dort erreiche die Photovoltaik in immer mehr Ländern die Wirtschaftlichkeit. Zudem hob Chen das starke Wachstum in Indien hervor sowie die guten Perspektiven in einigen Ländern wie Australien, Jordanien, Ägypten, Mexiko und Brasilien. Auch dort würden die Gestehungskosten für Photovoltaik immer weiter sinken und die Regierung setzten – etwa über Ausschreibung – verstärkt auf die Förderung erneuerbarer Energien. Jinko Solar strebe die Marktführerschaft in verschiedenen aufstrebenden Märkten an. Dafür baue es unter anderem seine Serviceteams aus und versuche sein Markenimage zu stärken.

Im vierten Quartal will der Photovoltaik-Hersteller die Optimierung seiner mono- und multikristallinen Waferfertigung abschließen. Jinko Solar mache zudem Fortschritte bei der Entwicklung von Halbzellen sowie bifazialen n-type Zelltechnologien, hieß es weiter. Zugleich werde an der Entwicklung ganz neuer Technologien gearbeitet, darunter Hybridoxid-Dünnschicht.

Im vierten Quartal strebt Jinko Solar nach jüngsten Aussagen einen Modulabsatz zwischen 2300 und 2500 Gigawatt an. Für das Gesamtjahr liege die Absatzprognose damit bei 9600 bis 9800 Megawatt.