First Solar präsentiert sein Dünnschichtmodul der Serie 6

First Solar hat das erste Photovoltaik-Modul der Serie 6 vorgestellt. Das Unternehmen präsentierte das Dünnschichtmodul aus der neuen Produktionslinie in Perrysburg im US-Bundesstaat Ohio am Dienstag während eines Treffens mit Investmentanalysten. Die neue Modulserie basiert demnach weiterhin auf der aus den Vorgängerserien bekannten Cadmium-Tellurid (CaTe)-Dünnschichttechnologie. Dabei habe First Solar für die Serie 6 die Abmessungen vergrößert, die Leistungsmerkmale verbessert und das Modul um einen Rahmen für die Untermontage für eine einfache und schnelle Installation ergänzt. Die Serie 6 werde voraussichtlich mit einer Nennleistung von 420 bis 445 Watt auf den Markt kommen. Das Unternehmen verspricht überdies einen Wirkungsgrad von mehr als 17 Prozent. Die 2,0 mal 1,2 Meter großen Module können laut Unternehmen auf nahezu jedem Photovoltaik-Montagesystem am Boden installiert werden.

Der US-Modulbauer hat für die neue Serie 6 bereits Käufer gefunden. So gab das Unternehmen am Dienstag den Abschluss eines Liefervertrags mit einer Tochtergesellschaft von D. E. Shaw Renewable Investments (DESRI) bekannt: 200 Megawatt der neuen Module sollen demnach bis 2019 in den USA installiert werden. First Solar gab außerdem einen Modulverkauf mit einer Gesamtleistung von 595 Megawatt an Origis Energy für verschiedene Projekte in den USA bekannt mit einem Liefertzeitraum von drei Jahren. Die Vereinbarung umfasst die Lieferung der Module der Serie 4 in den Jahren 2017 und 2018 sowie Module der Serie 6 in den Jahren 2019 und 2020.

Das in Perrysburg vorgestellte CdTe-Glas-Glas-Modul war Teil der ersten Charge, die vollständig die dort kürzlich gestartete Produktionslinie durchlief. Der Umbau der Fabrik begann nach Unternehmensangaben vor knapp einem Jahr und kostete umgerechnet etwa 150 Millionen Euro (177 Millionen US-Dollar). Wie das Unternehmen mitteilte, ist Ende November 2016 die Entscheidung gefallen, die Entwicklung und Produktion der Serie 6 zu beschleunigen, um auf das sehr wettbewerbsintensive und dynamische Photovoltaik-Marktumfeld und die Nachfrage der Kunden nach Modulen mit höherer Effizienz zu reagieren. Anfang des zweiten Quartals 2018 soll die neue Produktionslinie ihren kommerziellen Betrieb aufnehmen und bei voller Auslastung eine Jahresproduktion von 600 Megawatt erreichen.

Während des Meetings mit Analysten gab First Solar zudem bekannt, dass sie die Produktionskapazität der noch in Bau befindlichen Fabrik in Vietnam auf 2,4 Gigawatt verdoppeln will. Zusammen mit Perrysburg und den Produktionsstätten in Kulim, Malaysia, werde First Solar damit bis zum Jahr 2020 eine Kapazität von insgesamt rund 5,4 Gigawatt für die Serie 6 aufbauen – dies entspreche einem Investitionsvolumen von etwa 1,2 Milliarden Euro. Indes werde die Serie 4-Produktion im Werk in Kulim aufrechterhalten, solange die weltweite Nachfrage nach dem Produkt besteht.

First Solar gab auf dem Analystentreffen außerdem die Prognose für das Gesamtjahr 2018 bekannt. Dabei lieferte Finanzvorstand Alex Bradley einen finanziellen Ausblick, Geschäftsaussichten von First Solar sowie die Roadmap für Technologie und Betrieb. Demnach liegt der prognostizierte Nettoumsatz im kommenden Jahr 1,95 bis 2,1 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (EBIT) wird im kommenden Jahr bei 93 bis 144 Millionen Euro erwartet.