Energiespeicher schaffen mehr Flexibilität im Stromnetz

Der Stromüberschuss in Deutschland steigt jedes Jahr in neue Höhe. Braunkohle- und Atomkraftwerke reagieren zu unflexibel auf die Einspeisung von erneuerbaren Energien. Speichersysteme sind nach Ansicht des BVES die bessere Alternative.
Speicher sollten eher für die Ausbalancierung von Erzeugung und Verbrauch im Stromnetz genutzt werden. | Foto: Wikipedia/Kreuzschnabel

Die deutschen Stromexporte sind in den vergangenen Jahren immer weiter angewachsen. Nach einer Studie des Beratungsunternehmens Energy Research Architecture (ERA) im Auftrag der Grünen, sind vor allem die inflexiblen Braunkohle- und Atomkraftwerke dafür verantwortlich. Ihre starre Fahrweise stehe im Konflikt zur volatilen Einspeisung der erneuerbaren Energien. Damit behinderten sie eine Balance von Angebot und Nachfrage im Strommarkt und verlangsamten den Ausbau von erneuerbaren Energien künstlich.

„Zwischen Überschuss und Mangel wird sichtbar, dass Flexibilität das Element der Stunde ist“, erklärt Thomas Speidel, Präsident des Bundesverbands Energiespeicher (BVES), zu den Ergebnissen der Studie. Daher sei die Verankerung von Energiespeichern als vierte Säule des Energiesystems – neben Erzeugung, Verbrauch und Transport – als Lösung des Problems unverzichtbar. Speichertechnologien seien geeignet, um eine Balance zwischen Erzeugung und Verbrauch im Energiesektor herzustellen. „Um ein stabiles Hybridsystem umsetzen zu können, ist es dringend erforderlich, dass Energiespeicher die Rolle zugewiesen bekommen, die sie physikalisch besitzen und regulatorisch endlich auch haben müssen“, so Speidel weiter. Energiespeicher seien weder Erzeuger noch Letzverbraucher, sondern „zeitliche Verzögerungsglieder“. Diese seien für die Flexibilität aber entscheidend.

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